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Neue Studie: Tourismus in der Pfalz hat hohe wirtschaftliche Bedeutung, schöpft aber sein Potenzial nicht aus

Eine neue Studie im Auftrag der Industrie- und Handelskammer (IHK) für die Pfalz, der Pfalz.Touristik und der ZukunftsRegion Westpfalz analysiert die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für die Pfalz und schafft so die Grundlage, um dieses Potenzial noch besser auszuschöpfen.

Für die Studie hat die Tourismusberatung dwif-Consulting GmbH die Landkreise Südwestpfalz, Kaiserslautern, Kusel und den Donnersbergkreis sowie die Städte Speyer, Pirmasens, Zweibrücken und Kaiserslautern untersucht. Die ZukunftsRegion Westpfalz hatte hierfür Teilstudien für alle größeren Gebietskörperschaften der Westpfalz in Auftrag gegeben.

Die Fakten: Mehr als 2,2 Milliarden Euro Umsatz, 60 Millionen Tagesgäste, fast sieben Millionen Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben und zusätzlich mehr als vier Millionen Übernachtungen bei Verwandten und Bekannten, dazu mehr als 70 Millionen Aufenthaltstage. Diese Zahlen zeigen anschaulich die große Bedeutung des Tourismus für die Pfalz.

Davon profitieren aber nicht nur das Gastgewerbe, der Einzelhandel und die Dienstleistungsbranche. Der Tourismus als klassische Querschnittsbranche sorgt auch für mittelbare Wertschöpfung: „Es gibt kaum einen Wirtschaftsbereich, der nicht vom Tourismus profitiert“, erläutert Lars Bengsch vom dwif bei der Vorstellung der Studie. Indirekte Wertschöpfung, sogenannte Umwegrentabilität, entsteht durch Vorleistungen, zum Beispiel durch Bäckereien, Gärtnereien oder auch Werbeagenturen sowie Baugewerbe und Energieversorger, die Infrastruktur bereitstellen.

Von den 2,2 Milliarden Euro Gesamtumsatz entfallen zwei Drittel auf den Tagestourismus. Sie ergeben sich durch direkte Ausgaben der Gäste für Restaurantbesuche, Stadtführungen und Eintrittsgebühren, bleiben aber auch in Lebensmittelgeschäften oder beim ÖPNV. „Hier geht noch mehr, auch im Vergleich mit anderen deutschen Regionen“, ist Anna Königstein, Tourismusexpertin der IHK Pfalz, überzeugt. „Wenn wir es schaffen, die Kräfte der vielen Tourismusakteure in den Gemeinden, Vereinen und Organisationen zu bündeln, können wir unsere Region deutschlandweit noch besser vermarkten. Dann gewinnen wir auch mehr Gäste, die länger in der Pfalz bleiben und entsprechend mehr Geld hierlassen“, fasst Königstein die Hoffnung aller Auftraggeber der Studie zusammen.

Für Übernachtungsgäste sind derzeit vor allem der Landkreis Südwestpfalz mit 700.000 Übernachtungen, die kreisfreie Stadt Speyer und der Landkreis Kaiserslautern (jeweils 400.000) attraktiv.

Spitze bei den Tagesreisen sind die Städte Kaiserslautern (5,8 Millionen) und Speyer (5,2 Millionen). Die höchsten Bruttoumsätze generieren mit jeweils mehr als 200 Millionen Euro die Städte Zweibrücken und Kaiserslautern. Ein weiterer Punkt liegt Bengsch am Herzen: „Der Tourismus schafft und sichert als Jobmotor ortsgebundene Arbeitsplätze.“ So ergibt sich aus den gesamten Umsätzen im Pfälzer Tourismus ein Einkommensäquivalent von knapp 37.000 Arbeitsplätzen und über 200 Millionen Euro an Mehrwert- und Einkommensteuer pro Jahr.

Die vollständigen Studienergebnisse stehen im Internet unter https://www.pfalz.de/wirtschaftsfaktor-tourismus  zum Download bereit.



Autor: Tobias Kauf
Pfalz.Touristik e.V. · Geschäftsführer
kauf@pfalz.de · Telefon: 06321 3916 926 · Telefax: 06321 3916 19
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