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Zwischenstand: Soll-Konzepte System Tourismus Rheinland-Pfalz

Aufbauend auf der „Gutachterlichen Studie zur Optimierung des Systems Tourismus in Rheinland-Pfalz“ wurde das Team aus BTE und dwif durch das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau (MWVLW) mit der Erstellung sogenannter Soll-Konzepte, d.h. einer Konkretisierung der oben genannten Studie beauftragt.

Der Ende 2021 gestartete Prozess beschäftigte sich in den vergangenen Monaten intensiv mit der Analyse des Status Quo. Hierfür wurden die touristischen Partner*innen und Akteur*innen durch verschiedenste Beteiligungs- und Kommunikationsformate wie zahlreichen Fachgesprächen in Kleingruppen oder bilateral, in Lenkungsgruppen- und Fachbeiratssitzungen sowie einer breit angelegten Online-Befragung beteiligt. Im Fokus standen die inhaltliche Auseinandersetzung mit der vorliegenden Studie, Aufgabenschwerpunkte der touristischen Arbeit sowie aktuelle Herausforderungen und Chancen. Zudem betrachtete das Berater*innenteam intensiv auch die Beziehungsebene, d.h. die Kooperationsstrukturen und Zusammenarbeit der Akteur*innen und Partner*innen der unterschiedlichen Ebenen.

Darauf aufbauend haben Ende Juni 2022 zwei Zukunftswerkstätten – sowohl für Vertreter*innen der lokalen als auch der regionalen Ebene „live und in Farbe“ stattgefunden. Mit insgesamt 60 Akteur*innen dieser beiden Ebenen im System Tourismus RLP wurde an zwei aufeinanderfolgenden Werkstatttagen der Blick in die Zukunft gerichtet.

  • Die Zukunftswerkstatt der lokalen Ebene befasste sich vorrangig mit unterschiedlichen Modellen von interkommunalen Kooperationen. Nach einem kurzen Input zu Erfolgsfaktoren und Hemmnissen interkommunaler Kooperationen erarbeiteten die Teilnehmenden in Kleingruppen anhand konkreter Beispiele Parameter für optimale Kooperations- und Organisationsmodelle für die lokale Ebene. Dabei wurden der angestrebte „Zielzustand“, Schritte zur Umsetzung, Aufgabenbereiche, die zu involvierenden Partner, einzusetzende Ressourcen, Rahmenbedingungen für den Erfolg sowie vorstellbare Hemmnisse und Barrieren näher betrachtet. Abschließend wurden gemeinsam Leitsätze und konkrete Bedingungen für eine erfolgreiche Umsetzung der vorab entwickelten Modelle im System Tourismus Rheinland-Pfalz herausgearbeitet und diskutiert.
  • Die Zukunftswerkstatt der regionalen Ebene stellte die im bisherigen Prozess identifizierten „Knackpunkte“ in den Mittelpunkt. In insgesamt sechs Workshops diskutierten die Teilnehmer*innen über künftige Aufgabenschwerpunkte, die Rolle und Position der Regionalagenturen im System Tourismus in Rheinland-Pfalz, mögliche Organisationsmodelle, den Gesellschafterstatus und die -struktur der RPT, künftige Finanzierungsmodelle sowie die spannende Frage, wie der „Change“ gelingen kann.

Das MWVLW sowie das Bearbeiter*innenteam von BTE und dwif danken allen für die aktive Beteiligung im Prozess. Nach Abschluss der Sommerpause knüpfen Ende September weitere Sitzungen des Fachbeirates sowie der Lenkungsgruppen für die lokale und regionale Ebene an die Erkenntnisse der Zukunftswerkstätten an. Darauf aufbauend führen wir Anfang Oktober zwei weitere Werkstätten für die lokale und regionale Ebene durch. Parallel erfolgt die Erarbeitung der Soll-Konzeption der RPT.



Autorin: Ute Meinhard
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau · Referat Tourismuspolitik, Tourismusmarketing
Ute.Meinhard@mwvlw.rlp.de · Telefon: 06131/16-2126 · Telefax:
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