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Digitalisierungsmaßnahmen für den Tourismus in Rheinland-Pfalz

19. August 2021
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Mit der Corona-Pandemie ist die Digitalisierung im Tourismus verstärkt ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Nur mit einer digital aufgestellten Branche lassen sich die zweifelsohne extremen Auswirkungen der Krise abfedern und die Herausforderung der Zukunft steuern. Das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau (MWVLW) unterstützt dazu touristische Digitalisierungsmaßnahmen, die auf alle touristischen Ebenen einwirken.

Förderung Digitalisierung der RPT

Die Corona-Krise hat nochmals deutlich gemacht, dass es zur Weiterentwicklung der Digitalisierungsbemühungen einer klaren Führung und Koordination bedarf. Diese zu managen wird in Zukunft zentrale Aufgabe der Rheinland-Pfalz-Tourismus GmbH (RPT) sein. Die „Gutachterliche Studie zur Optimierung des Systems Tourismus in Rheinland-Pfalz“ hat ebenfalls diesen Handlungsbedarf aufgezeigt. Das MWVLW unterstützt die RPT mit der Förderung eines umfassenden Digitalisierungsportfolios.

Es folgt einem strategischen Ansatz, der auf fünf Bausteinen basiert, die für den wertschöpfenden Erfolg elementar sind. Die ersten drei Bausteine „Datenstrategie“, „Stärkung der regionalen und lokalen Ebene“ und „System Digitalisierung“ bilden das Fundament. Die Bausteine „Innovationen“ und Optimierung des Gasterlebnisses“ lassen sich sinnvoll umsetzen, wenn die Grundlagen der Bausteine 1 bis 3 gelegt sind.
Ziel ist es, die wichtigsten Maßnahmen und Prozesse zu initiieren und damit den Digitalisierungsprozess für die rheinland-pfälzische Tourismusbranche zukunftsfähig zu gestalten. Das Aufgabenpaket ist sehr umfassend.

Zur Gewährleistung einer strukturierten Vorgehensweise wird ein SOLL-IST-Gutachten zur Digitalisierung Aufschluss über den Stand der Digitalisierung im rheinland-pfälzischen Tourismus geben. Der Content Hub der RPT wird zum zentralen Data Hub für den Tourismus ausgebaut, um Daten künftig schneller an relevante Kanäle auszuspielen. Eine neue E-Learning-Plattform soll die Weiterbildungsmöglichkeiten der touristischen Partner in RLP bündeln. Darüber hinaus sind die Ausarbeitung und Einführung einer digitalen CRM-Strategie sowie die Durchführung digitaler Marktforschung mit Hilfe eines SEO-Marktforschungstools vorgesehen. Ebenfalls steht die Prüfung der Machbarkeit einer zentralen Website-Architektur auf der Agenda.

Für die Realisierung dieser Maßnahmen sind drei neue Personalstellen bei der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH ausgeschrieben.
Der „Manager Digitalstrategie“ oder die „Managerin Digitalstrategie“ übernimmt die Umsetzung und Steuerung der o.g. Maßnahmen und koordiniert diese u.a. mit den Regionen.

Der „Datenmanager“ oder die „Datenmanagerin“ ist u.a. für das Schnittstellenmanagement zwischen und zu den bestehenden Datenplattformen zuständig und unterstützt die Umwandlung existierender Daten in Open Data Formate. Ebenfalls wird die Entwicklung vom Content- zum Data Hub begleitet.

Der „E-Learning Manager“ oder die „E-Learning Managerin“ baut eine zentrale E-Learning Plattform auf, bindet bestehende E-Learning Angebote der Partner ein und organisiert sowohl den Contenteinkauf als auch die Contentproduktion.
Die Sach- und Personalkosten bei der RPT werden vom MWVLW mit rund 1,5 Mio. Euro bis Mitte 2023 gefördert.

Regionales Digitalmanagement

Zusätzlich zur Rheinland-Pfalz-Tourismus GmbH sollen die zehn touristischen Regionalorganisationen ihre Digitalkompetenzen verbessern, um die Digitalisierung u. a. mit den Partnern vor Ort aktiv ausbauen zu können.

Mit dem Förderprogramm „Digitalmanagement für die touristischen Regionen in Rheinland-Pfalz zur Abmilderung der Folgen der Corona-Pandemie in den Jahren 2021 bis 2023“ wird vom MWVLW eine gezielte Fördermaßnahme zur Stärkung der digitalen Transformation im Tourismus angeboten. Zuwendungsempfänger sind die die zehn touristischen Regionen in Rheinland-Pfalz.

Gefördert werden die Personalkosten einer bislang nicht beim jeweiligen Zuwendungsempfänger beschäftigten regionalen Digitalmanagerin oder eines regionalen Digitalmanagers bzw. die Maßnahmen zur Weiterbildung einer Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters zur regionalen Digitalmanagerin oder eines regionalen Digitalmanagers.

Ebenso können Maßnahmen gefördert werden, die dem digitalen Wissenserwerb dienen, wie z. B. Weiterbildungsmaßnahmen, Informationskampagnen oder Aktionstage.

Das Fördervolumen beträgt insgesamt 2 Mio. Euro. Jede touristische Regionalorganisation kann eine Fördersumme von maximal 200.000 Euro beantragen. Der Förderzeitraum für diese Maßnahme läuft bis zum 30. Juni 2023.