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Rheinland-Pfalz freut sich über neue UNESCO-Welterbestätten

28. Juli 2021
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Quelle: Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH

In Bad Ems, Mainz, Speyer und Worms sowie am Rhein gibt es Grund zur Freude – die Kommission der UNESCO hat gleich drei Anträge positiv beschieden.
So war zum einen die gemeinschaftliche Bewerbung von insgesamt elf europäischen Kurstädten erfolgreich: Sie können sich über den Titel „UNESCO Great Spas of Europe” freuen.
Zum anderen hatten die drei jüdischen Zentren am Rhein, Speyer, Worms und Mainz, unter dem Kurzwort „SchUM“ bekannt, mit ihrer Bewerbung ebenfalls Erfolg – die SchUM-Städte sind nun auch UNESCO Weltkulturerbe. Last but not least wurde der Niedergermanische Limes in die Welterbeliste aufgenommen.

Damit zählt Rheinland-Pfalz zusammen mit dem UNESCO Global Geopark Vulkaneifel, dem Oberen Mittelrheintal, den Römerbauten in Trier, dem Obergermanisch-Raetischen Limes und dem Dom zu Speyer insgesamt acht Auszeichnungen der UNESCO.

Badekultur, SchUM-Städte und “Nasser Limes”

Die „UNESCO Great Spas of Europe” sind Kurorte, die vom späten 18. Jahrhundert bis ins frühe 20. Jahrhundert dank ihrer natürlich vorkommenden Thermalwasser internationale Bedeutung erlangten und die europäische Badekultur maßgeblich mitbegründeten. Neben den deutschen Städten Bad Ems, Baden-Baden und Bad Kissingen gehören auch Spa (Belgien), Vichy (Frankreich), Bath (Vereinigtes Königreich) sowie Karlsbad, Franzensbad und Marienbad aus der Tschechischen Republik dem Verbund an.

In den mittelrheinischen Städten Speyer, Worms und Mainz formierten die jüdischen Gemeinden im Mittelalter einen Verbund, der die Architektur, Kultur, Religion und Rechtsprechung der mittel- und osteuropäischen jüdischen Diaspora bis heute prägt. Monumente, wie Synagogen, Frauenschulen, Lehrhäuser und Ritualbäder sowie die einzigartigen jüdischen Friedhöfe in Worms und Mainz, belegen die immense Bedeutung und Innovationskraft der SchUM-Städte.

Vor 2.000 Jahren lief ein 385 Kilometer langer Teil der Außengrenze des Römischen Reichs durch die Niederlande, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Remagen und Bad Breisig freuen sich als rheinland-pfälzische Partner des Niedergermanischen Limes aus der Römerzeit über die UNESCO-Auszeichnung. Die Außengrenze des Römischen Reichs entsprach dem damaligen Verlauf des Rheins – die Erklärung für die alternative Bezeichnung „Nasser Limes“. Bis zu 30.000 Soldaten waren insgesamt am Rhein stationiert, um das Römische Reich zu sichern.


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Kategorien: Kultur
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