Statistik 2019: Auslandsnachfrage bleibt stabil, Städtetourismus als Wachstumstreiber

9. März 2020
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Romantic Cities weiter gefragt
Nach wie vor ungebrochen ist die Nachfrage nach Städtetourismus in Deutschland. Die Städtekooperation „Romantic Cities“, die sich gemeinsam im In- und Ausland vermarktet, kann auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken. Alle Städte weisen mit Wachstumsraten zwischen 2,6 und 6,3 % ein positives Ergebnis auf und wachsen damit überdurchschnittlich. Besonders erfreulich: Mainz konnte seinen Verlust vom Vorjahr in ein deutliches Plus umwandeln. Durch die gemeinsame Vermarktung werden wichtige Synergien genutzt und die Städte werden mit ihren kulturellen und historischen Highlights verstärkt wahrgenommen.

Auf einen Blick: die Auslandsnachfrage
2019 wurden rund 1,93 Mio. ausländische Gästeankünfte und 5,34 Mio. Übernachtungen in Rheinland-Pfalz verzeichnet (ohne Privatvermieter). Die Ankünfte blieben im Vergleich zum Vorjahr (+ 0,1 %) nahezu unverändert, die Übernachtungen stiegen um 0,7 %. Mit einer Aufenthaltsdauer von 2,8 Tagen liegt Rheinland-Pfalz über dem Bundesdurchschnitt (2,6 Tagen) und führt zusammen mit Berlin und Mecklenburg-Vorpommern das Ranking an. Der Anteil der Übernachtungen aus dem Ausland liegt wie in den Vorjahren unverändert bei 23,2 %.

Im obigen Abschnitt sind die 2,85 Millionen Übernachtungen sowie die knapp 865.000 Gäste in Privatquartieren, die Rheinland-Pfalz im Gegensatz zu den anderen Bundesländern in seiner Statistik ausweist, nicht berücksichtigt. In allen folgenden Abschnitten werden die Zahlen inkl. Privatvermieter betrachtet.

Mehrheit der Top Ten-Märkte auf Wachstumskurs
Mit Ausnahme von Belgien, Frankreich und Großbritannien entwickelten sich 2019 die Übernachtungszahlen aus allen Auslandsmärkten positiv. Wie auch im Vorjahr ist die Nachfrage aus den USA ungebrochen, die mit 7,9 % deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 4,3 % liegt. Dicht dahinter folgt Polen, das nach einem Minus wieder deutlich zugelegt hat (+7,1 %). Aufgrund beruflicher Motive wie Saisonhelfern sind die Zahlen aus dem polnischen Markt allerdings mit Vorbehalt zu betrachten. Im Mittelfeld wachsen Luxemburg und Dänemark um gute 3 %, die Nachfrage aus Dänemark hat dabei deutlich angezogen. Österreich konnte sein Minus aus dem Vorjahr in ein Plus von 1,6 % umwandeln, die Übernachtungszahlen aus der Schweiz wachsen mit 0,2 % nur minimal. Besonders erfreulich ist die positive Entwicklung des niederländischen Marktes, der nach einigen verlustreichen Jahren wieder in die Wachstumszone geklettert ist. Mit knapp 46 % aller ausländischen Übernachtungen behaupten sich die Niederlande mit Abstand als wichtigster Quellmarkt für den Tourismus in Rheinland-Pfalz.

Drei Märkte entwickeln sich rückläufig
Belgien verlor wieder leicht um 0,8 % und auch aus Frankreich sanken die Übernachtungszahlen. Nach einem deutlichen Plus im Jahr 2018 ging die Nachfrage um 1,6 % zurück. Der britische Markt entwickelte sich nach der kurzen Verschnaufpause wieder zum Sorgenkind. Während die Zahlen in Rheinland-Pfalz um 12,7 % zurückgingen, waren es deutschlandweit – 3,9 %. Auffällig dabei ist, dass die Übernachtungen britischer Gäste in Großstädten wie Berlin (- 0,5 %) und Hamburg (+ 1,5 %) kaum zurückging oder sogar zunahmen, in Bayern allerdings ebenso wie in Rheinland-Pfalz stark abgenomme haben (- 13,3 %).

Sieben Regionen mit steigender Nachfrage
In sieben Regionen blieb die Auslandsnachfrage stabil bzw. stieg an. Absoluter Spitzenreiter mit einer Wachstumsrate von 15,6 % ist das Naheland, das nach einem deutlichen Minus wieder in die Erfolgszone rutscht. Auch die Pfalz (+ 8,0 %), der Hunsrück (+ 4,8 %), Westerwald-Lahn (+ 4,6 %), Rheinhessen (+ 1,7 %) und die Eifel (+ 1,3 %) dürfen sich über ein Wachstum aus dem Ausland freuen. Nahezu unverändert blieb die Nachfrage an der Ahr und im Hunsrück. Zu den Verlieren gehören 2019 die Region Mosel-Saar (- 3,8 %) und das Rheintal (- 3,1 %).


Autorin: Anja Wendling
Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH · Stellv. Geschäftsführerin/Marketingleiterin
wendling@gastlandschaften.de · Telefon: +49 261 9152021 · Telefax: +49 261 915206121
Kategorien: Allgemein · Marktforschung
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