Tourismus von Januar bis Oktober 2019: Mehr Übernachtungen, etwas weniger Gäste

20. Dezember 2019

Tourismusregionen

Sieben der neun Tourismusregionen verzeichneten ein höheres Übernachtungsaufkommen, wobei die Regionen Rheinhessen und Ahr mit einem Zuwachs von 4,6 bzw. 4,5 Prozent an der Spitze lagen. Dahinter folgten die Regionen Naheland und Pfalz mit einem Plus von jeweils 2,4 Prozent. Die Gästezahlen stiegen in drei der neun Regionen; die Spannweite der Veränderung lag zwischen plus 5,7 Prozent in der Region Rheinhessen und minus 6,6 Prozent im Hunsrück.

Betriebsarten

Rund die Hälfte der elf touristischen Betriebsarten konnte von den Gäste- und Übernachtungszuwächsen profitieren. Die Hotels garnis verbuchten beim Gäste- und Übernachtungsaufkommen gegenüber dem Vorjahreszeitraum den größten Zuwachs (plus 14 und 14,3 Prozent). Den stärksten Rückgang beim Gästeaufkommen verzeichneten die Vorsorge- und Rehabilitationskliniken mit einem Minus von 5,3 Prozent, die Privatquartiere hingegen verbuchten beim Übernachtungsaufkommen das größte Minus mit 5,3 Prozent.

Herkunft

Von Januar bis Oktober 2019 blieb die Zahl der Gäste aus dem Inland mit 6,92 Millionen Gäste auf dem Niveau des Zeitraumes im Vorjahr. Die Zahl ihrer Übernachtungen stieg um ein Prozent und belief sich auf 17,7 Millionen. Aus dem Ausland kamen knapp 1,9 Millionen Besucherinnen und Besucher (minus 0,7 Prozent), die gut 5,3 Millionen Übernachtungen buchten.

Die Ergebnisse basieren auf der monatlichen Befragung aller Beherbergungsbetriebe mit zehn und mehr Fremdenbetten, der Betreiber von Camping- und Reisemobilplätzen mit zehn und mehr Stellplätzen sowie der Kleinbetriebe in Städten und Gemeinden mit einem Prädikat als Heilbad, Luftkurort, Erholungsort oder Fremdenverkehrsort.

Autorin: Petra Wohnus (Referat Unternehmensstatistiken)

Gäste und Übernachtungen¹ in Rheinland-Pfalz von Januar bis Oktober 2019
Tourismusregion
Betriebsart
Gäste Übernachtungen
Januar bis Oktober 2019 Ver-
änderung
gegenüber
Januar bis Oktober 2018
Januar bis Oktober 2019 Ver-
änderung
gegenüber
Januar bis Oktober 2018
Anzahl % Anzahl %
Insgesamt 8.806.408 -0,1 23.041.794 0,8
aus Deutschland 6.921.351 0,0 17.727.534 1,0
aus dem Ausland 1.885.057 -0,7 5.314.260 0,0
nach Tourismusregionen
Ahr 464.178 1,4 1.277.003 4,5
Eifel 954.054 0,8 3.270.209 1,2
Hunsrück 233.084 -6,6 678.712 0,1
Mosel-Saar 2.308.892 -1,6 6.541.582 -1,9
Naheland 358.794 -1,6 1.297.266 2,4
Pfalz 1.851.089 0,0 4.412.693 2,4
Rheinhessen 896.242 5,7 1.480.557 4,6
Rheintal 1.150.815 -1,3 2.492.457 0,5
Westerwald-Lahn 589.260 -0,1 1.591.315 -0,4
nach Betriebsarten
Hotels garnis 695.302 14,0 1.377.141 14,3
Ferienhäuser, Ferienwohnungen 188.317 3,6 775.640 10,4
Ferienzentren 396.682 4,6 1.875.810 6,0
Camping- und Reisemobilplätze 925.339 -0,1 2.790.366 3,0
Pensionen 376.133 0,5 993.940 0,9
Hotels 4.249.687 -1,5 8.267.823 -0,3
Jugendherbergen, Hütten u. Ä. 475.303 0,9 1.037.325 -0,4
darunter: Jugendherbergen 383.588 1,4 813.982 0,7
Erholungs-, Ferien-, Schulungsheime 386.475 -3,0 1.123.840 -1,1
Gasthöfe 250.798 -2,2 552.371 -3,2
Vorsorge- und Rehabilitationskliniken 73.924 -5,3 1.643.536 -3,5
Privatquartiere2 788.448 -5,0 2.604.002 -5,3
1 Vorläufiges Ergebnis. – 2 Neben Privatquartieren mit weniger als 10 Betten sind hier auch gewerbliche Kleinbetriebe mit weniger als 10 Betten berücksichtigt.

Kommentarbereich einblenden Kommentarbereich ausblenden

2 Kommentare

Kommentare




  1. Offensichtlich hat die Tourismusstrategie 2025 noch nicht gegriffen. Aber das wird sie auch nicht, da kein Mensch etwas mit diesem Genusswirrwarr anfangen kann. Interessant ist die weitere Ausdifferenzierung, wo denn die Hotels Garni ihren Standort haben. Der liegt doch wohl überwiegend in den größeren Städten. Und wenn man dann bedenkt, daß Mainz zu Rheinhessen gehört, dürfte es sehr wahrscheinlich sei, daß hier zwei Faktoren zusammenkommen.
    Bei den Privatunterkünften handelt es sich doch nur km die “offiziellen”. Viele Vermieter aus dem nicht gewerblichen Bereich si d aber inoffiziell unterwegs und werden deshalb auch nicht erfasst. Die ganze Statistik ist deshalb äußerst fragwürdig. Aber wie sagte schon Churchill “Ich glaube nur der Statistik, die ich selbst gefälscht habe.”

  2. Lieber Hans-Joachim Mehlhorn,
    danke für den Kommentar. Wir sind mit der Tourismusstrategie 2025 gut aufgestellt, aber natürlich noch am Anfang der Umsetzung.

    Was die Statistik betrifft: Wir haben mit dem DestinationMonitor Deutschland eine Studie zur Verfügung, die auch den sog. “Grauen Markt” mit einbezieht. Weitere Informationen hier: https://rlp.tourismusnetzwerk.info/2019/06/25/destinationmonitor-deutschland-aufenthaltstage-in-rheinland-pfalz-leicht-gestiegen-reisen-ab-50-km-entfernung/

    Wir haben auch in den letzten Jahren gesehen, dass durch “Bereinigungen der Berichtskreise” Sprünge in Übernachtungs- und Gästestastiken entstehen, die eine Vergleichbarkeit unter Destinationen dann sehr eingeschränken. Sicherlich haben Statistiken und Studien ihre Schwächen und sind nicht die alleinige Wahrheit – aber immerhin geben sie Tendenzen wieder.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Teilen über:

Weitere Artikel



Impressum  ·   Datenschutzerklärung  ·   Login