7. August 2018

Filmprojekt präsentiert Piesporter Moselbogen

Piesporter Moselbogen als neuer Leuchtpunkt der Artenvielfalt ausgezeichnet

Im Rahmen der Initiative Lebendige Moselweinberge sind Naturerlebnisbegleiter in jedem Jahr aufgerufen, „Leuchtpunkte der Artenvielfalt“ zu wählen. Das diesjährige Motto „rekordverdächtig“ suchte Flussabschnitte, die ideale Lebensbedingungen für bedrohte Arten bieten. Für die Naturerlebnisbegleiter Theo Haart und Elmar Kohl ist der Piesporter Moselbogen ein leuchtendes Beispiel für eine intakte Weinkulturlandschaft. Ihre fachlichen Ausarbeitungen überzeugten die Jury und bildeten die Grundlage für die Auszeichnung.

Filmprojekt präsentiert Piesporter Moselbogen als neuen Leuchtpunkt der Artenvielfalt

Doch wie macht man die Leuchtpunkte weithin bekannt? Die Antwort auf diese Frage gibt das neue Filmprojekt zu den Leuchtpunkten der Artenvielfalt. Mit aussagekräftigen und attraktiven Filmaufnahmen werden die Charakteristika der Leuchtpunkte der Lebendigen Moselweinberge herausgearbeitet und öffentlichkeitswirksam zusammengestellt. Der fünfminütige Film über den Piesporter Moselbogen lässt den Betrachter eintauchen in die wilde Romantik der Moselloreley. Theo Haart und Elmar Kohl zeigen Leitarten wie die Mauereidechse und Zippammer, geben aber auch emotionale Einblicke in ihre Heimatregion: „Es gibt so viel zu sehen und erleben, ich brauch nicht mehr in Urlaub fahren.“ Filmaufnahmen mit Drohnen oder vom Boot sind wichtige Bestandteile der Filme. Sie bieten dem Betrachter neue Perspektiven und spektakuläre Bilder. Detailaufnahmen von Pflanzen und Tieren stellen deren artspezifische Lebensweise in den Vordergrund.

Bis zum Jahr 2021 sollen sechszehn repräsentative Leuchtpunkte der vielfältigen Moselweinberge als kurze Filme in Szene gesetzt werden. Die Filme verknüpfen anschaulich wichtige Pflanzen- und Tierarten, sowie Natur- und Kulturlandschaftselemente mit den Inhalten der Initiative „Lebendige Moselweinberge“. So wird der enge Zusammenhang zwischen verantwortungsvollem Handeln und biologischer Vielfalt in der Weinkulturlandschaft Mosel verdeutlicht.

Info: Leuchtpunkt Piesporter Moselbogen
Wie ein riesiges Amphitheater öffnet sich der Piesporter Moselbogen gen Süden und beeindruckte bereits den römischen Gelehrten Ausonius. Das herausragende Element des gesamten Ensembles stellt die Moselloreley dar, deren Felsen direkt in die Mosel reichen. Im Zusammenspiel zwischen der natürlichen Vielfalt der Standorte und einer Jahrtausende währenden Weinbaukultur haben viele hunderte Pflanzen- und Tierarten einen Lebensraum gefunden, von denen so manche als selten und gefährdet gelten. So brütet hier die Zippammer als Leitart für die Moselweinberge. Von dieser seltenen Vogelart gibt es nur noch etwa 500 Brutpaare in ganz Deutschland. Über die Hälfte von ihnen brüten in Rheinland-Pfalz und davon wiederum zwei Drittel allein im Moselgebiet. Deshalb sind solche Bereiche wie der Piesporter Moselbogen von herausragender Bedeutung. Botanische Beispiele sind das glatte Brillenschötchen und die Steif-Segge, die im Piesporter Moselbogen ihren einzigen Standort in der ganzen Region Trier haben. Damit schlägt der Moselmäander wie kein anderer einen „Rekord-Verdächtigen“ Bogen zwischen Mensch und Natur.

Weitere Infos: DLR Mosel, Martina Engelmann-Hermen, Martina.Engelmann-Hermen@dlr.rlp.de




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Autor(in)

Christiane Heinen
Mosellandtouristik GmbH

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