14. März 2018

Die ADFC-Travelbike-Radreiseanalyse 2018

Erstmalig wurde im Rahmen der ADFC-Radreiseanalyse, die jährlich auf der ITB in Berlin vorgestellt wird, nicht nur das Reiseverhalten der Radreisenden, sondern auch die Bereiche Kurzreisen, Tagesausflüge und Alltagsradfahren untersucht. Insgesamt werden die Radreisen kürzer und spontaner, neben dem Naturerlebnis geht es vielen Reisenden darum, neue Regionen kennenzulernen. Besonders der Bereich der Tagesausflüge hat 2017 weiter zugenommen. Mehr als jeder Zweite radelt ins Grüne, das entspricht rund 167 Millionen Tagesausflügen in der Freizeit. Auch in den Ferien schwingen sich die Deutschen gerne aufs Rad, bei 99 Millionen Ausflügen im Urlaub nutzen sie das Fahrrad.

Mit dem Anstieg von Tages- und Kurzzeittourismus werden auch Mietfahrradangebote immer wichtiger. 40 Prozent der Tagesausflügler und 68 Prozent der Kurzreisenden interessieren sich für Mieträder, davon 50 Prozent für Elektrofahrräder. Die Zielgruppe der Kurzreisenden fährt darüber hinaus häufiger Sterntouren und mit 55 Kilometern am Tag durchschnittlich 10 Kilometer weniger als Streckenradler.

Starke Orientierung an Empfehlungen
Viele Radreisende orientieren sich bei der Planung an Berichten von Freunden und Familie. Für sie bleibt das Internet mit 86 Prozent für die Vorbereitung die wichtigste Informationsquelle. Klassische Karten sind unterwegs mit 60 Prozent weiterhin wichtig. Jeder zweite nutzt das Smartphone zur Navigation, komoot und Google Maps sind die beliebtesten Apps. Essentiell für die Orientierung vor Ort und entlang der Routen ist nach wie vor eine gute Wegweisung mit 74 Prozent.

Radtourismus bleibt weiterhin attraktiv
87 Prozent der Radreisenden von 2017 wollen 2018 wieder mit dem Rad losfahren. Gleichzeitig planen von denen, die im letzten Jahr keinen Radurlaub gemacht haben, 77 Prozent für 2018 eine Radreise. Tourismusexpertin des ADFC Louise Böhler: „Für Streckenradler sind Radfernwege weiterhin interessant. Wir brauchen in Deutschland nicht mehr Radfernwege, sondern starke Leuchttürme mit guter Qualität.“ In der Gunst der Radreisenden ganz vorn liegt zum 14. Mal in Folge der Elberadweg, gefolgt von Weser-Radweg und RuhrtalRadweg. Der Rheinradweg reiht sich im Top 10 Ranking auf Platz 6 und der Mosel-Radweg auf Platz 10 der beliebtesten Radrouten in Deutschland ein.

Hintergrund zur Radreiseanalyse
Die ADFC-Travelbike-Radreiseanalyse ist eine repräsentative Online-Befragung unter 8.700 Bundesbürgern. Die Befragung wurde im Winter 2017/2018 zum 19. Mal durchgeführt, zum zweiten Mal gemeinsam mit dem Partner Travelbike. Als Radreise wurde eine Reise definiert, die das Radfahren als eines der Hauptmotive hat und mindestens drei Übernachtungen umfasst. Die Kurz- und Langfassung der Radreiseanalyse finden Sie hier: www.adfc.de/radreiseanalyse/die-adfc-radreiseanalyse-2018 

Quelle:
Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V. (ADFC)
Mohrestraße 69, 10117 Berlin
Telefon: 030-209 14 98-65
Internet: www.adfc.de




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Autor(in)

Antonia Alberti
Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH