21. April 2016

Nationalpark: Motor der Regionalentwicklung?

Nicht der Nationalpark ist der Motor der Regionalentwicklung. Sondern die Menschen, die hier leben. Ohne sie geht es nicht. Doch wie wird was gefördert, wenn Sie sich engagieren und investieren wollen? Und vor allem: Wer ist dafür mein richtiger Ansprechpartner? Im Rahmen der jeden vierten Montag um 19 Uhr auf dem Umweltcampus Birkenfeld stattfindenden Veranstaltungsreihe wird genau diesen Fragen am kommenden

Montag, den 25.04. um 19 Uhr,

nachgegangen.

In einer Podiumsdiskussion werden zunächst Rollen geklärt. Dazu kommt Bereichsleiterin Bürgschaften und Investitionszuschüsse Susanne Schwalie von der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB). Die ISB wickelt Förderprogramme des Wirtschaftsministeriums ab. Fr. Schwalie stellt die Programme der ISB vor, die für gewerbliche Betriebe von besonderer Bedeutung sind und erklärt, worauf zu achten ist. Ein wesentlicher Punkt ist dabei die Stellungnahme der Industrie und Handelskammer. Christian Dübner von der IHK Koblenz/ Bad Kreuznach sagt, worauf es ankommt und schätzt die Lage der Region ein.

Erik Gregori, Vorstand der Volksbank Hunsrück-Nahe, wird näher bringen, welche Rolle die Hausbanken einnehmen und was die Strafzinspolitik der Europäischen Zentralbank gepaart mit Förderprogrammen von Förderbanken für Auswirkungen hat. Kommt das  in strukturschwachen Räumen tatsächlich an? Wo liegen die Probleme für die Banken und bewerten Banken die Kreditanträge von Gastgebern vor dem Hintergrund der Lage zum Nationalpark nun neu, wo Förderbanken noch Haftungsfreistellungen anbieten, um das Risiko für die Hausbank zu minimieren?

Michael Dietz, Wirtschaftsförderer aus dem Landkreis Birkenfeld, und Thomas Gebel, Ansprechpartner für ländliche Entwicklung und Demografie im Landkreis St. Wendel, zeigen, welche Möglichkeiten die Landkreise für Unternehmer vor Ort haben. Der Umweltcampus Birkenfeld ein Beispiel für ein gelungene Konversionsprojekt. Wie werden Studenten nun zum Bleiben und Gründen von Start-ups animiert? Der Landkreis St. Wendel ist derzeit eine von 10 Modellregionen, die zusätzliches Geld vom Bund bekommt. An wen können sich mit was wenden, wenn sie hiervon profitieren wollen?

Die Landesregierung Rheinland-Pfalz unterstützt seit neuestem Investitionen in private Vorhaben, um die ländliche Struktur besser zu erhalten. Werner Haubrich, Leiter der Geschäftsstelle der LAG Erbeskopf, erklärt wie Unternehmen und Private an Landesmittel und Geld der EU kommen, wenn sie investieren wollen.

Das Hotel Steuer in Allenbach liegt unweit des Nationalparks. Ein Familienbetrieb  mit Tradition, dazu einige Investitionen hinter sich. Die Unternehmensnachfolge geregelt.  Guido Steuer erzählt, wie es in der Praxis aussieht. Hat er Investitionszuschüsse erhalten? Laufen ihm die Banken nun die Bude ein?

Im Anschluss an die durch das Nationalparkamt moderierte Podiumsdiskussion kommen dann wieder die Bürgerinnen und Bürger zu Wort. Sie können individuelle Fragen von den richtigen Ansprechpartnern und Experten beantworten lassen oder sich eine erste Einschätzung holen. Dazu steht ein Marktplatz mit Marktständen von ISB, IHK, Hausbanken, Wirtschaftsförderern von Landkreisen und Kommunen aber auch den Ansprechpartnern für LEADER, einem Förderprogramm der Europäischen Union zur Verfügung. Das Nationalparkamt verteilt seine neuen Programme, Starterkarten und gibt Auskunft über die eigenen Angebote, auch zum Partnerprogramm, worauf sich Betriebe jetzt bis zum 01.06. bewerben können.

„Wir wurden mehrfach gefragt, was jetzt wie gefördert wird. Deshalb scheint diese Veranstaltung für Unternehmer und Private sehr wichtig. Wir haben deshalb mehrere Hundert Gastgeber aus der Region noch einmal explizit auf die Veranstaltung, unserer Partnerinitiative und das neue Programm aufmerksam gemacht. Alle sind herzlich eingeladen, sich zu informieren“, so Sören Sturm, verantwortlicher Abteilungsleiter.

Für die Fans des Nationalparks auch besonders interessant: Regionale Schmuckunternehmern präsentieren an diesem Abend erstmals neue Schmuckstücke von der Keltenkatze. „Ein tolles Andenken an den Besuch an den Nationalpark kann ich damit schon jetzt erwerben. Und die Geschichte dazu liefert das Buch vom Deutschen Fotomeister Konrad Funk“, so Sturm abschließend. Und so zeigt sich wieder: Der Nationalpark Hunsrück-Hochwald ist eben natürlich mit Geschichte.

Quelle:

Verantwortlich .i.S.d.P.

Nationalparkamt Hunsrück-Hochwald
Guido Lotz, Abteilung 2 Umweltbildung, Naturerleben, Kommunikation
Brückener Straße 24, 55765 Birkenfeld
Telefon: 06131 884152-203
Email: guido.lotz@nlphh.de

 




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Autor(in)

Anja Wendling
Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH