9. Juni 2017

UNESCO-Geoparks: Parlamentarisches Treffen im Auswärtigen Amt

Fotonachweis: copyright Auswärtiges Amt, Teilnehmer des parlamentarischen Treffens bei Staatsministerin Prof. Maria Böhmer. Für die Vulkaneifel waren mit dabei: parlamentarischer Staatssekretär Peter Bleser, MdB Patrick Schnieder, Aufsichtsratsvorsitzender des Natur- und Geoparks Vulkaneifel Werner Klöckner und Geschäftsführer Dr. Andreas Schüller.

 

Austausch und Vernetzung auf Einladung von Staatsministerin Böhmer am 30. Mai 2017

Regionale Identität steigern, internationale Kooperation intensivieren und Bildung für nachhaltige Entwicklung – dies sind Ziele der UNESCO-Geoparks, die im Mittelpunkt eines parlamentarischen Mittagessens standen. Moderiert von der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) diskutierten knapp zehn Bundestagsabgeordnete, mehrere Landräte, Bürgermeister, Mitglieder des Nationalkomitees für UNESCO-Geoparks und die operativ Verantwortlichen der sechs deutschen UNESCO-Geoparks die aktuelle Entwicklung und konkrete Arbeitsergebnisse der Geoparks.

Auftakt für das Gespräch war eine Rede von Staatsministerin Böhmer und ein Podiumsgespräch mit Dr. Klaus Peter Schulze (Bundestagsabgeordneter aus dem UNESCO-Geopark Muskauer Faltenbogen), Werner Klöckner (Aufsichtsratsvorsitzender des UNESCO-Geoparks Vulkaneifel) und Hartmut Escher (Geschäftsführer des UNESCO-Geoparks TERRA.vita). Moderiert von Dr. Lutz Möller, dem stellvertretenden Generalsekretär der DUK, wurden Chancen, Herausforderungen und Entwicklungspotenziale der UNESCO-Geoparks erörtert.

Auch Staatsministerin Böhmer unterstrich die Verbindung von kommunaler und internationaler Vernetzung als Erfolgsfaktor von UNESCO-Geoparks: „Das Geopark-Programm entwickelte sich seit 2002 durch kommunales Engagement in Zusammenarbeit mit der UNESCO. Diese Verankerung an der Basis ist ein großes Plus. Ich bin überzeugt davon, dass Antworten auf globale Herausforderungen ohne die wirksame Einbindung der kommunalen und regionalen Ebene nicht möglich sind. Sie müssen vielleicht sogar hier gefunden werden, denn auch die Ziele der Agenda 2030 müssen auf kommunaler Ebene umgesetzt werden.“

Mit Blick auf die globale Nachhaltigkeitsagenda 2030 wies Dr. Lutz Möller auf eine weitere Stärke der UNESCO-Geoparks hin: „Geoparks sind hervorragend positioniert für viele dringliche Nachhaltigkeitsthemen. In Verbindung mit solchen Themen und dem geologischen Erbe insgesamt können UNESCO-Geoparks auch den Klimawandel anschaulich vermitteln. Neben Bewusstseinsbildung und Bildung tragen Geoparks auch zur Forschung bei und dienen selbst internationalen Forschungskooperationen – dies ist unerlässlich, um globale Fragestellungen wie Klimawirkungen und endliche natürliche Ressourcen zu verstehen. So antworten UNESCO-Geoparks bereits heute auf wichtige gesellschaftliche Herausforderungen. Eine Verstärkung dieser Arbeit verspricht einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030.

Die Runde ist sich einig, dass die deutschen UNESCO-Geoparks bereits auf einem hohen Niveau arbeiten und international beispielgebende Arbeit leisten. Ebenfalls besteht Einigkeit, dass noch ein großes Entwicklungspotenzial besteht – vom Ausbau von Bildung für nachhaltige Entwicklung über die Einbindung von Menschen mit Migrationshintergrund bis hin zu Partnerschaften mit Geoparks aus dem Globalen Süden. Dabei zählen die Vertreterinnen und Vertreter der Geoparks insbesondere auf die Zusammenarbeit mit dem 2016 gegründeten Nationalkomitee. Sie weisen auch darauf hin, dass die bisher verfügbaren finanziellen und personellen Ressourcen noch erheblich erweitert werden müssen, um den hohen Erwartungen entsprechen zu können.

 

 




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Autor(in)

Claudia Mittler
Natur- und Geopark Vulkaneifel