5. Mai 2017

7. DestinationCamp 2017 – Stellschraube Mensch

Auch auf dem 7. DestinationCamp am 28.-30. April 2017 in Hamburg stand das Thema Digitalisierung mit im Fokus. Und um dem Fazit vorzugreifen: Trotz aller Digitalisierung steht und bleibt der Mensch im Fokus. Denn er – bzw. wir – tragen als Gastgeber dafür Sorge, dass unsere Gäste einen unvergesslichen, emotionalen Urlaub erleben, wir gestalten die tollen, erlebbaren Produkte und Angebote, wir leben Servicequalität am Gast. Die Digitalisierung unterstützt, aber wir müssen es schaffen, Menschen mit unseren Produkten zu berühren.

Dass wir Menschen bei allen Entwicklungen den Tourismus ausmachen, zieht sich auch wie ein roter Faden durch die Ergebnisse der letzten DestinationCamps. So hieß das jeweilige Fazit

  • 2013 “WIR! Leidenschaft für Verantwortung”
  • 2014 “Durchstarten auf Augenhöhe”
  • 2015 “Wandel beginnt bei uns”
  • 2016 “Wertschöpfung durch Wertschätzung”

und bereits 2012 zeigten wir “Mut zum Tourismus. Wir sind Wirtschaftsfaktor!”

Anders als beim Barcamp Tourismusnetzwerk Rheinland-Pfalz (vgl #bctn17) sind beim DestinationCamp Themenblöcke und deren Moderatoren im Vorfeld – als Ergebnis einer Umfrage – definiert. Für 2017 waren dies

  1. Tourismusstrategien und -konzepte
    Braucht man diese, um eine Destination zu führen? Sind zu zu starr? Brauchen wir eine nationale Tourismusstrategie?
  2. Digitalisierung in der Arbeitswelt und im Tourismus
    Stellt die Digitalisierung eine Chance dar? Wie geht man sie richtig an? Digitalisierung als Mittel zum Zweck. Wir müssen nicht “überraschen” oder “verblüffen”, wir müssen die latenten Bedürfnisse unserer Gäste befriedigen.
  3. Durchblick dank Einsicht
    Sind Erfolgsrezepte von StartUps auf Destinationen übertragbar? Wie schafft man es, Content und digitale Services strukturiert aufzubauen?
    Die ersten Phasen der Customer Journey sind schon gut besetzt. Die DMO’s müssen sich um die Phasen “die Reise vor Ort” sowie die “Vor-/Nachbereitung” intensiv kümmern. Auch sollten sie definieren, was nicht ihre Aufgabe ist und dieses kommunizieren.
  4. Verborgenes sichtbar machen (Systemaufstellungen)
    Wo steht z.B. die Destination im Spannungsfeld zwischen Kooperation und Konkurrenz, zwischen Ziele und Ressourcen, zwischen Bindung und Autonomie? Und was bedeutet eine Veränderung der eigenen Position für alle Akteure in diesem System? Als Grundhaltung gilt, um ein System zu bewegen: “Anerkennen, was ist!”
  5. Vertrieb 4.0
    Wie kann man sich auf die neuen Arbeitssituationen vorbereiten? Wie muss die Arbeitsbeschreibung eines “Schnittstellenmanagers” aussehen?
  6. Magic Round Table
    Die drei Runden zu freiem Denken, freiem Reden thematisierten “Dramaturgie – Spüren – Erlebnis – Inszenierung”, “Menschenbild – Unternehmenskultur – Organisationsentwicklung” und “W3 – Women Working the World

    Die kurze Zusammenfassung dieser insgesamt 18 Sessions am ersten Camp-Tag sind hier nachzulesen bzw. anzuschauen.

Die Ergebnisse des letzten “Werkstatt”-Tages auf einen Blick (Quelle: DestinationCamp 2017):

Der letzte Camp-Tag als Video-Dokumentation:

 

Die Ergebnisse des 7. DestinationCamps werden durch die Veranstalter als sogenannte Werkschau umfassend aufbereitet. Diese Werkschau 2017 erscheint voraussichtlich im August.




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Autor(in)

Anja Wendling
Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH

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