23. August 2016

Tourismus im ersten Halbjahr 2016:

Die rheinland-pfälzischen Tourismusbetriebe verzeichneten im ersten Halbjahr 2016 einen geringen Anstieg der Gästezahlen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems übernachteten von Januar bis Juni fast 4,1 Millionen Gäste im Land, was einem Plus von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Die Besucherinnen und Besucher buchten nahezu 10,4 Millionen Übernachtungen. Das waren 1,3 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2015.

Tourismusregionen

Vier der neun Tourismusregionen registrierten Zuwächse bei den Übernachtungen, wobei Rhein-hessen mit einer Steigerung um 5,1 Prozent den Spitzenplatz belegte. Dahinter stand die Ahr an zweiter Stelle (plus 2,2 Prozent). In fünf Regionen lagen die Übernachtungszahlen allerdings unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Der starke Rückgang in der Eifel beruht zum Teil auf einem Sondereffekt, der auf Änderungen im Berichtskreis der Erhebung zurückzuführen ist, aber auch ein deutliches Minus im Campingbereich trug zu diesem Ergebnis bei. Bei den Gästeankünften gab es mit Ausnahme der Pfalz und dem Gebiet Mosel-Saar in allen rheinland-pfälzischen Regionen einen Anstieg.

Betriebsarten

Bei den Betriebsarten verlief die Entwicklung ebenfalls unterschiedlich. Der überwiegende Teil verzeichnete im ersten Halbjahr steigende Übernachtungszahlen, wobei Ferienhäuser und Ferien-wohnungen das Ranking anführten. An zweiter Stelle lagen Jugendherbergen, Hütten und ähnliche Einrichtungen dicht gefolgt von den Hotels garnis. Dagegen mussten die Camping- und Reisemo-bilplätze den ungünstigen Witterungsverhältnissen Tribut zollen; hier gingen sowohl die Gäste- als auch die Übernachtungszahlen im zweistelligen Prozentbereich zurück.

Herkunft

Von Januar bis Juni 2016 besuchten fast 3,3 Millionen Übernachtungsgäste aus Deutschland Rheinland-Pfalz. Das war ein Plus von 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Zahl ihrer Übernachtungen ging um 0,8 Prozent auf 8,2 Millionen zurück. Aus dem Ausland kamen 805.000 Besucherinnen und Besucher (minus 3,1 Prozent). Sie buchten fast 2,2 Millionen Über-nachtungen, was eine Abnahme um drei Prozent bedeutete.

Die Ergebnisse basieren auf der monatlichen Befragung aller Beherbergungsbetriebe mit zehn und mehr Fremdenbetten, der Betreiber von Camping- und Reisemobilplätzen mit zehn und mehr Stellplätzen sowie der Kleinbetriebe in Städten und Gemeinden mit einem Prädikat als Heilbad, Luftkurort, Erholungsort oder Fremdenverkehrsort.

Autor: Wolfgang Ellermeyer (Referat Unternehmensstatistiken)

Gäste und Übernachtungen1 in Rheinland-Pfalz von Januar bis Juni 2016

Tourismusregion
Betriebsart

Gäste

Übernachtungen

Januar bis Juni 2016

Ver-
änderung
gegenüber
Januar bis Juni 2015

Januar bis Juni 2016

Ver-
änderung
gegenüber
Januar bis Juni 2015

Anzahl

%

Anzahl

%

Insgesamt

4.060.130

0,2

10.392.187

-1,3

aus Deutschland

3.255.014

1,1

8.232.370

-0,8

aus dem Ausland

805.116

-3,1

2.159.817

-3,0

nach Tourismusregionen

Ahr

229.897

1,0

616.215

2,2

Eifel

441.120

1,5

1.450.938

-7,1

Hunsrück

128.199

0,1

324.776

-2,0

Mosel-Saar

911.696

-0,3

2.595.304

-0,4

Naheland

202.690

0,1

739.834

1,9

Pfalz

874.586

-2,3

2.021.048

-3,2

Rheinhessen

461.584

4,2

756.344

5,1

Rheintal

517.214

0,3

1.093.470

1,0

Westerwald-Lahn

293.144

1,2

794.258

-1,7

nach Betriebsarten

Ferienhäuser, Ferienwohnungen

78.635

5,6

290.462

5,7

Jugendherbergen, Hütten u. Ä.

255.732

5,2

542.274

3,6

darunter: Jugendherbergen

205.358

6,0

426.096

5,5

Hotels garnis

265.734

3,5

521.827

3,5

Vorsorge- und Rehabilitationskliniken

50.487

2,0

1.068.371

1,6

Ferienzentren

199.085

16,6

894.689

1,4

Hotels

2.130.553

0,0

3.984.086

0,5

Pensionen

155.517

-1,0

399.293

-1,7

Gasthöfe

121.563

-2,5

267.075

-4,1

Erholungs-, Ferien-, Schulungsheime

216.160

-3,3

583.602

-4,9

Privatquartiere2

313.028

1,0

1.081.254

-5,0

Campingplätze

273.636

-11,7

759.254

-14,7

1 Vorläufiges Ergebnis. – 2 Neben Privatquartieren mit weniger als 10 Betten sind hier auch gewerbliche Kleinbetriebe mit weniger als 10 Betten berücksichtigt.



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