30. Juni 2016

Noch offene Potenziale für Tourismus im Hunsrück-Naheland

Der Tourismus im Hunsrück-Naheland ist ein konstanter Wachstumsmotor für die Region. Die Branche zählt zu einer der bedeutendsten regionalen Wirtschaftsfaktoren. Neben dem Gastgewerbe profitieren auch der Einzelhandel und die Dienstleistungswirtschaft vor Ort ganz erheblich davon.

Die Industrie- und Handelskammern (IHK) Koblenz, Trier und Saarland haben sich dem Tourismus in der Region jüngst in einer Studie gewidmet, die umfassender ausfällt als bisherige Untersuchungen. Rund 940 Millionen Euro Umsatz und 30 Millionen Aufenthaltstage kommen in den beiden Destinationen jährlich zusammen. Allein im vergangenen Jahr konnten fast 8,8 Millionen Übernachtungen im gewerblichen und privaten Sektor gezählt werden. Das sind rund fünf Millionen Aufenthaltstage mehr als der amtlichen Statistik zu entnehmen sind. Der Grund: Erstmals wurden auch Daten zu Übernachtungen von Campern, Reisemobilisten, bei Privatvermietern sowie bei Freunden und Bekannten erhoben, um ein möglichst komplettes Bild der tourismusbedingten Wertschöpfung zu bekommen.

Das größte und wirtschaftlich bedeutendste Teilsegment des gesamten Tourismus stellen die Tagestouristen dar. Insgesamt 21 Millionen Aufenthaltstage durch Tagestouristen verzeichnet die Region im Jahr. Diese sorgen für einen Bruttoumsatz von 451 Millionen Euro. Der gewerbliche Übernachtungstourismus generiert bei rund 3,5 Millionen Aufenthaltstagen im Hunsrück-Naheland 352 Millionen Euro Umsatz. In der Summe ergeben sich für die Region Hunsrück und Naheland rund 82 000 Gästeankünfte pro Tag.

Die Kammern sehen in den Ergebnissen der Studie, welches enorme Potenzial der Tourismus im Hunsrück-Naheland für die gesamte Region birgt und wie hoch die tourismusbedingte Wertschöpfung ist. Sie soll aber nicht nur eine Momentaufnahme sein, sondern einen Beitrag zur zukunftsorientierten Weiterentwicklung der Destinationen und des Nationalparks Hunsrück-Hochwald liefern. Die Wertschöpfungsstudie wurde von der dwif-Consulting GmbH im Auftrag der IHKs erstellt. Die dwif-Consulting ist ein Tochterunternehmen des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr an der Universität München und ist auf Tourismusberatung spezialisiert.

Anlässlich der Studie luden die Kammern zu einer Podiumsdiskussion in der Europäischen Akademie in Otzenhausen ein, um das Reiseverhalten und das touristische Potential der Region genauer zu analysieren. Über die Themen „Natur“ und „Wandern“ diskutierten die Unternehmerin Lieselotte Wegner von Landal Hochwald, die DEHOGA-Vertreterin Hießerich-Peter, der Geschäftsführer des Nationalparkamts Hunsrück-Hochwald Sören Sturm und der Touristiker Peter Klein von der Saarschleifenland Tourismus GmbH. Moderiert wurde die Veranstaltung von der Geschäftsführerin der Tourismuszentrale Saarland, Birgit Grauvogel.

Die ausführliche Studie finden Sie hier sowie auf den Seiten der IHK Koblenz, Trier und Saarland.




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Autor(in)

Anne Kathrin Morbach
Industrie- und Handelskammer Trier