7. März 2016

Incoming-Bilanz 2015

Kurz vor der diesjährigen Internationalen Tourismus Börse (ITB) in Berlin hat die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) folgende Pressemeldung zum Incoming-Tourismus 2015 in Deutschland veröffentlicht:

 

Deutscher Incoming-Tourismus erzielt sechstes Rekordergebnis in Folge

Mit 79,7 Millionen internationalen Übernachtungen kann der deutsche Incoming-Tourismus für das Jahr 2015 das sechste Rekordergebnis in Folge bilanzieren. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag die Zahl der Übernachtungen ausländischer Gäste in Beherbergungsbetrieben mit mindestens zehn Betten von Januar bis Dezember 2015 um 4,1 Millionen über den Vergleichswerten des Vorjahres – ein Zuwachs von 5,4 Prozent.

Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der DZT, erklärt dazu: „Die Bilanz für das Jahr 2015 übertrifft unsere eigenen Erwartungen und die Prognosen der UNWTO, die von einem weltweiten Wachstum des Reiseverkehrs um drei bis vier Prozent ausgegangen sind. Auch im Vergleich zu den größeren touristischen Zielländern Europas kann Deutschland als Wachstumsmotor punkten.“

Europa bleibt wichtigste Quellregion

Die europäischen Länder haben an den internationalen Übernachtungen in Deutschland einen Anteil von 73,4 Prozent. Mit einem Plus von 2,1 Millionen Übernachtungen – das sind 50 Prozent des absoluten Wachstums – leisteten die Quellmärkte auf dem eigenen Kontinent 2015 auch den größten Beitrag zur Wachstumsstory. Das Ranking der Wachstumsmotoren für den deutschen Incoming-Tourismus führt Spanien mit 517.000 zusätzlichen Übernachtungen an, gefolgt von der Schweiz (plus 492.000), Großbritannien (plus 382.000) und den Niederlanden (plus 176.000).

Neun der Top-10-Quellmärkte für das Deutschland-Incoming liegen in Europa. Den Spitzenplatz behaupten die Niederlande mit 11,2 Millionen Übernachtungen (plus 1,6 Prozent). Auf dem zweiten Platz folgt die Schweiz mit 6,4 Millionen Übernachtungen (plus 8,4 Prozent). Hohe Wachstumsraten verzeichnete auch Großbritannien, das 7,4 Prozent mehr Übernachtungen als im Vorjahr generierte und im Incoming-Ranking der Märkte seinen vierten Platz knapp hinter den USA verteidigte. Auf den weiteren Plätzen folgen Italien, Österreich, Dänemark, Frankreich und Belgien mit Zuwächsen zwischen 1,3 und 5,0 Prozent. Das größte Wachstum unter den europäischen Märkten erzielte 2015 Spanien (plus 24,2 Prozent auf 2,7 Millionen Übernachtungen). Damit kehren die Iberer in die Top 10 zurück.

Weiterhin dynamische Entwicklung aus den Überseemärkten

Im Ranking der Wachstumsmärkte in den Überseemärkten besetzt China mit 505.000 zusätzlichen Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr die Spitzenposition, auf dem zweiten Platz folgen die USA mit einem Plus von 439.000 Übernachtungen, danach die Arabischen Golfstaaten (plus 330.000).

Die USA, auf Platz drei der wichtigsten Quellmärkte für das Reiseland Deutschland und weiterhin größter Überseemarkt, entwickeln sich weiterhin dynamisch und tragen insgesamt 5,6 Millionen Übernachtungen (plus 8,5 Prozent) zum deutschen Incoming 2015 bei. Mit 2,5 Millionen Übernachtungen insgesamt (plus 24,8 Prozent) rückt China dicht an die Top 10-Märkte für Deutschland heran. Die Arabischen Golfstaaten halten ebenfalls ihren Aufwärtskurs und knacken mit plus 17,7 Prozent erstmals die Zwei-Millionen-Marke. Insgesamt konnten sich die Überseemärkte mit plus 10,8 Prozent überdurchschnittlich gut entwickeln und erreichen 2015 ein Übernachtungsvolumen von 19,7 Millionen.

Ausblick 2016 – vorsichtiger Optimismus

Eine Reihe von Unsicherheitsfaktoren prägt die Erwartungshaltung zu Beginn des Jahres 2016. Die Sicherheitslage in Europa und der Welt, die Entwicklung der Flüchtlingssituation sowie die Rahmenbedingungen der Weltwirtschaft können das Reiseverhalten beeinträchtigen. Unter Berücksichtigung dieser Faktoren hält die DZT ein verlangsamtes Wachstum von zirka einem bis drei Prozent für realistisch.

Quelle: Presseinformation der Deutschen Zentrale für Tourismus e.V. (DZT), Frankfurt am Main, 07.03.2016

 




Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Autor(in)

Kathrin Quandt

Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH