21. Oktober 2015

Tourismus von Januar bis August 2015

Die rheinland-pfälzische Tourismusbranche liegt weiterhin auf Rekordkurs. Noch nie konnten in den ersten acht Monaten eines Jahres mehr als sechs Millionen Gäste begrüßt werden. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems übernachteten in der Zeit von Januar bis August über 6,2 Millionen Gäste im Land. Das waren vier Prozent mehr als in den ersten acht Monaten des Jahres 2014. Auch die fast 16,8 Millionen Übernachtungen stellen eine neue Höchstmarke dar; die bisher beste Achtmonats-Bilanz aus dem Jahr 2011 wurde um 308.000 Übernachtungen übertroffen (plus 1,9 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresergebnis gab es eine Steigerung um 3,7 Prozent.

Tourismusregionen

Alle rheinland-pfälzischen Tourismusregionen konnten mit einem Übernachtungsplus aufwarten, acht der neun Gebiete verzeichneten gleichzeitig Zuwächse beim Gästeaufkommen. In der Eifel wirkte sich eine geringere Nachfrage von inländischen und ausländischen Gästen auf das Ergebnis aus. Das gleichzeitig ermittelte Übernachtungsplus geht wesentlich auf Zuwächse bei gewerblichen Kleinbetrieben und Privatvermietern zurück.

Betriebsarten

In allen Betriebsarten stiegen die Übernachtungszahlen in den ersten acht Monaten, wobei Pensionen, Camping- und Reisemobilplätze, Erholungs-, Ferien- und Schulungsheime sowie Hotels garnis überdurchschnittlich zulegten. Beim Gästeaufkommen mussten die Ferienzentren kräftige, die Jugendherbergen, Hütten und ähnliche Einrichtungen leichtere Rückgänge hinnehmen.

Herkunft

Aus Deutschland kamen fast 4,8 Millionen Übernachtungsgäste nach Rheinland-Pfalz. Das war ein Plus von 4,8 Prozent gegenüber den ersten acht Monaten des Vorjahres. Die Zahl ihrer Übernachtungen stieg um 4,5 Prozent auf über 12,5 Millionen. Mehr als 1,4 Millionen Besucherinnen und Besucher (plus 1,6 Prozent) reisten aus dem Ausland an. Auf sie entfielen über 4,2 Millionen Übernachtungen (plus 1,5 Prozent). Davon wurden fast zwei Drittel von Gästen aus den Niederlanden und aus Belgien gebucht. Auf die Besucherinnen und Besucher aus Großbritannien und aus den USA entfielen Übernachtungsanteile von jeweils über fünf Prozent.

Die Ergebnisse basieren auf der monatlichen Befragung aller Beherbergungsbetriebe mit zehn und mehr Fremdenbetten, der Betreiber von Camping- und Reisemobilplätzen mit zehn und mehr Stellplätzen sowie der Kleinbetriebe in Städten und Gemeinden mit einem Prädikat als Heilbad, Luftkurort, Erholungsort oder Fremdenverkehrsort.

Autor: Wolfgang Ellermeyer (Referat Unternehmensstatistiken)

Gäste und Übernachtungen1 in Rheinland-Pfalz von Januar bis August 2015

Tourismusregion
Betriebsart

Gäste

Übernachtungen

Januar bis August 2015

Ver-
änderung
gegenüber
Januar bis August 2014

Januar bis August 2015

Ver-
änderung
gegenüber
Januar bis August 2014

Anzahl

%

Anzahl

%

Insgesamt

6.230.205

4,0

16.754.460

3,7

aus Deutschland

4.787.659

4,8

12.533.999

4,5

aus dem Ausland

1.442.546

1,6

4.220.461

1,5

nach Tourismusregionen

Ahr

340.151

3,6

906.230

1,3

Eifel

681.357

-5,7

2.571.715

1,5

Hunsrück

193.281

4,4

539.797

3,0

Mosel-Saar

1.557.473

5,9

4.601.028

3,5

Naheland

306.555

5,3

1.126.780

4,6

Pfalz

1.288.432

5,0

3.075.546

5,8

Rheinhessen

622.847

4,8

1.007.413

2,7

Rheintal

816.737

5,6

1.714.267

3,4

Westerwald-Lahn

423.372

6,6

1.211.684

7,2

nach Betriebsarten

Pensionen

255.856

9,3

666.042

7,9

Campingplätze

630.401

12,7

1.982.319

7,9

Erholungs-, Ferien-, Schulungsheime

296.578

3,5

882.320

6,7

Hotels garnis

387.595

7,2

757.576

6,6

Hotels

3.132.934

4,4

5.910.725

3,3

Gasthöfe

197.505

6,0

439.104

3,3

Ferienzentren

247.704

-13,2

1.442.720

2,4

Privatquartiere2

546.466

0,9

1.986.299

1,7

Vorsorge- und Rehabilitationskliniken

67.545

2,9

1.427.909

1,6

Ferienhäuser, Ferienwohnungen

119.488

2,5

479.643

1,2

Jugendherbergen, Hütten u. Ä.

348.133

-0,8

779.803

1,1

darunter: Jugendherbergen

278.525

-1,1

594.645

1,7

1 Vorläufiges Ergebnis. – 2 Neben Privatquartieren mit weniger als 10 Betten sind hier auch gewerbliche Kleinbetriebe mit weniger als 10 Betten berücksichtigt.



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