24. September 2015

Tourismusengagement in der Krise

Nicht erst seit wir beim CastleCamp in Kaprun (04.-06. September 2015) nah am Geschehen in Budapest dabei waren – die Frau eines Teilnehmers war zu der Zeit in Budapest und wir verfolgten das Erlebte über die Social Media-Kanäle ganz nah und direkt mit – waren die Gedanken da, wie und was wir rheinland-pfälzischen Tourismusakteure auch tun können.
Wir diskutierten hierüber im Rahmen einer Session zum CastleCamp (gerne nachzulesen in der Session von/mit Rainer Edlinger & Günter Exel: #nobusinessasusual – Tourismuskommunikation in der Krise) und waren uns einig darüber, dass man helfen möchte, der Spagat zwischen Engagement und PR in unserer Kommunikation allerdings nicht einfach sein wird.

Zwischenzeitlich haben wir auch unternehmensintern viel diskutiert. Und wir waren uns schließlich einig, dass wir durch das Tourismusnetzwerk eine Plattform haben, die es ermöglicht, Ideen zu bündeln, hierüber weiterzugeben und voneinander zu lernen.

Wir wissen, dass viele Lager mit Kleidern überfüllt sind, diese erst mal sortiert werden müssen. Wir wissen, dass an anderen Stellen ganz bestimmte Dinge aber dringend benötigt werden. Einen Überblick über diesen Bedarf in den unterschiedlichen Stellen im Land gibt z.B. die Seite Erstaufnahme RLP, welche Kontakt zur Koordinierungsstelle “Ehrenamt-Erstaufnahme” in Rheinland-Pfalz bietet.

Bedarfslisten sind auch jeweils auf der Seite der ADD eingestellt.

Viele Lehrstellen bleiben in diesem Jahr unbesetzt. Die Bundesagentur für Arbeit hat gemeinsam mit der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge eine erste Informationsbroschüre herausgegeben, die Betrieben Wege und Unterstützungsmöglichkeiten aufzeigt, die Menschen, die bei uns Fuß fassen wollen, zu beschäftigen. Die Informationsbroschüre kann hier heruntergeladen werden.

Einen Gesamtüberblick mit verschiedenen Themen und Fakten bietet die Seite des SWR.

Konkret zu uns und unserem Thema: Was können wir im Tourismus tun?
Wir wissen von einem Campingplatz, der Mobilheime für die Menschen, die auf der Flucht sind, zur Verfügung stellt.
Wir wissen vom Engagement, den Menschen, die bei uns ankommen, unsere Regionen und Kultur näher zu bringen und mit diesen Ausflüge machen.
Wir wissen, dass für die Menschen Verkehrserziehung angeboten wird, damit sie sich bei uns im Straßenverkehr und auf den Radwegen zu Recht finden.

In unserem Tourismusnetzwerk Rheinland-Pfalz miteinander arbeiten, aber auch voneinander lernen:
Kennen Sie weitere solcher Beispiele, die somit Ideengeber für uns und unsere Kollegen/innen im Tourismus sein können? Gerne können Sie die Kommentarfunktion für die Beispiele und Ideen nutzen.




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Autor(in)

Anja Wendling
Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH

Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH