22. Juni 2015

Tourismus von Januar bis April 2015

Die rheinland-pfälzische Tourismusbranche konnte in den ersten vier Monaten des Jahres mehr Gäste begrüßen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems übernachteten in dieser Zeit über zwei Millionen Gäste im Land. Das waren 2,9 Prozent mehr als im gleichen Vor-jahreszeitraum. Die Besucher blieben im Durchschnitt 2,6 Tage und buchten fast 5,4 Millionen Übernachtungen; das war ein Anstieg um 4,3 Prozent gegenüber dem Zeitraum Januar bis April 2014. Im Ostermonat April kamen rund 727.000 Gäste, 2,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Zahl der Übernachtungen stieg um 0,6 Prozent auf gut 1,9 Millionen.

Tourismusregionen

Alle neun rheinland-pfälzischen Tourismusregionen wiesen in den ersten vier Monaten ein Übernachtungsplus aus. Dabei verzeichneten vier Gebiete – Eifel, Pfalz, Naheland und Hunsrück – einen überdurchschnittlichen Zuwachs. Beim Gästeaufkommen war die Eifel die einzige Region mit rückläufigen Zahlen. Hier wirkten sich die vorübergehende Schließung eines größeren Anbieters sowie eine geringere Nachfrage von inländischen und ausländischen Gästen aus. Das gleichzeitig ermittelte Übernachtungsplus geht im wesentlichen auf Zuwächse bei gewerblichen Kleinbetrieben und Privatvermietern zurück.

Betriebsarten

Bei den einzelnen Betriebsarten zeigte sich ein ähnliches Bild. Mit Ausnahme der Camping- und Reisemobilplätze sowie der Jugendherbergen verzeichneten alle Anbieter in den ersten vier Monaten Zunahmen bei den Übernachtungen. Pensionen und Privatquartiere wiesen sogar zweistellige prozentuale Zuwachsraten aus. Beim Gästeaufkommen mussten die Ferienzentren, die Ferienhäuser und Ferienwohnungen, die Jugendherbergen sowie die Campingplätze Rückgänge hinnehmen. In den übrigen Betriebsarten stiegen die Gästezahlen.

Herkunft

Mehr als 1,6 Millionen Übernachtungsgäste aus Deutschland besuchten Rheinland-Pfalz. Das war ein Plus von 4,1 Prozent gegenüber den ersten vier Monaten des Vorjahres. Die Zahl ihrer Übernachtungen stieg um 5,1 Prozent auf fast 4,4 Millionen. Aus dem Ausland kamen 380.000 Besucherinnen und Besucher (minus 1,9 Prozent). Auf sie entfielen fast eine Million Übernachtungen (plus 0,6 Prozent).

Die Ergebnisse basieren auf der monatlichen Befragung aller Beherbergungsbetriebe mit zehn und mehr Fremdenbetten, der Betreiber von Camping- und Reisemobilplätzen mit zehn und mehr Stellplätzen sowie der Kleinbetriebe in Städten und Gemeinden mit einem Prädikat als Heilbad, Luftkurort, Erholungsort oder Fremdenverkehrsort.

Autor: Wolfgang Ellermeyer (Referat Unternehmensstatistiken)

Gäste und Übernachtungen1 in Rheinland-Pfalz von Januar bis April 2015

Tourismusregion
Betriebsart

Gäste

Übernachtungen

Januar bis April 2015

Ver-
änderung
gegenüber
Januar bis April 2014

Januar bis April 2015

Ver-
änderung
gegenüber
Januar bis April 2014

Anzahl

%

Anzahl

%

Insgesamt

2.046.582

2,9

5.375.907

4,3

aus Deutschland

1.666.228

4,1

4.378.241

5,1

aus dem Ausland

380.354

-1,9

997.666

0,6

nach Tourismusregionen

Ahr

120.940

7,0

326.151

2,6

Eifel

208.190

-8,1

809.677

6,8

Hunsrück

65.794

1,4

172.334

5,0

Mosel-Saar

393.512

5,2

1.122.108

3,2

Naheland

107.619

4,4

407.726

5,4

Pfalz

495.969

4,8

1.167.356

6,3

Rheinhessen

254.050

3,0

419.200

2,0

Rheintal

245.163

3,8

512.205

2,0

Westerwald-Lahn

155.345

2,6

439.150

1,9

nach Betriebsarten

Pensionen

68.356

10,6

182.916

12,1

Privatquartiere2

140.167

2,1

554.110

11,4

Hotels garnis

133.643

5,8

263.867

5,8

Gasthöfe

54.395

8,3

124.039

5,6

Hotels

1.148.897

4,5

2.104.763

4,5

Erholungs-, Ferien-, Schulungsheime

128.732

7,1

340.392

4,3

Ferienhäuser, Ferienwohnungen

33.576

-1,1

130.051

3,4

Jugendherbergen, Hütten u. Ä.

129.219

0,0

281.719

2,3

darunter: Jugendherbergen

105.315

-2,6

224.444

-0,1

Vorsorge- und Rehabilitationskliniken

32.414

0,7

687.200

2,1

Ferienzentren

98.181

-16,4

498.468

1,1

Camping-, Reisemobilplätze

79.002

-2,8

208.382

-5,5

1 Vorläufiges Ergebnis. – 2 Neben Privatquartieren mit weniger als 10 Betten sind hier auch gewerbliche Kleinbetriebe mit weniger als 10 Betten berücksichtigt.




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