2. Dezember 2014

Kennzeichnung unverpackter Lebensmittel

Zwischenzeitlich hat der Bundesrat grünes Licht für den vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vorgelegten Entwurf einer Verordnung zur Allergenkennzeichnung bei unverpackten Lebensmitteln gegeben. Dies dient der nationalen Ausgestaltung der ab dem 13. Dezember 2014 europaweit geltenden Allergenkennzeichnung. Nicht vorverpackte Lebensmittel dürfen hiernach nur dann an Endverbraucher oder Anbieter von Gemeinschaftsverpflegung abgegeben werden, wenn enthaltene Zutaten oder Verarbeitungsstoffe mit allergenen Inhaltsstoffen angegeben sind. Dies muss bezogen auf das jeweilige Lebensmittel gut sichtbar, deutlich und gut lesbar
– auf einem Schild auf dem Lebensmittel oder in der Nähe des Lebensmittels,
– bei der Abgabe von Lebensmitteln durch Anbieter von Gemeinschaftsverpflegung auf Speise- und Getränkekarten oder in Preisverzeichnissen,
– durch einen Aushang in der Verkaufsstätte oder
– durch sonstige schriftliche oder vom Lebensmittelunternehmer bereitgestellte elektronische Unterrichtung, die für Endverbraucher unmittelbar und leicht zugänglich ist, so zu machen, dass der Endverbraucher oder der Anbieter von Gemeinschaftsverpflegung vor Kaufabschluss und vor Abgabe des Lebensmittels davon Kenntnis nehmen kann.
Unter näher geregelten Voraussetzungen ist auch eine mündliche Information durch den Lebensmittelunternehmer oder einen unterrichteten Mitarbeiter ausreichend, wenn die allergenen Zutaten oder Verarbeitungshilfsstoffe auf Nachfrage vor Abgabe des Lebensmittels mitgeteilt werden, eine schriftliche Dokumentation der bei der Herstellung verwendeten allergenen Zutaten oder Verarbeitungshilfsstoffe vorliegt und
diese für Behörden und Endverbraucher leicht zugänglich ist.
Zudem muss in einem Aushang in der Verkaufsstätte an gut sichtbarer Stelle deutlich lesbar darauf hingewiesen werden, dass die Angaben mündlich erfolgen und schriftlich vorliegen.

Information: IHK Trier, Michael Kant, Telefon (06 51) 97 77-4 10; E-Mail: kant@trier.ihk.de.




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Autor(in)

Silvia Fries
Industrie- und Handelskammer Trier