17. September 2014

Internationales Jugendworkcamp im Welterbe Oberes Mittelrheintal

Das UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal ist zurzeit Heimat für 12 Jugendliche und junge Erwachsene aus aller Welt. In einem internationalen Jugendworkcamp bearbeiten sie vom 13. bis zum 27. September ehrenamtlich ökologisch wertvolle Wiesen und Weinbergsbrachen im Welterbetal und werden eine kleine Trockenmauer aufbauen.

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Landschaftspflegemaßnahmen mit Unterstützung der Riesling-Charta

Eingeladen zum Jugendworkcamp haben der Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal gemeinsam mit der Mittelrhein-Riesling-Charta und der FörderInitiative Natur- und Kulturlandschaft Loreley/Mittelrhein e.V. (FINK). Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen kommen aus östlichen EU-Staaten, Russland und der Türkei. Sie werden sich um Landschaftspflegemaßnahmen im Umfeld der Loreley sowie in Dörscheid kümmern.

 

 

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Mit jeder verkauften Flasche Charta-Wein wird ein fester Betrag in den Charta-Fonds abgeführt.

Die Finanzierung des Projektes erfolgt maßgeblich mit den Mitteln des Charta-Fonds der Mittelrhein Riesling Charta. Das UNESCO-Welterbe zu schützen ist eines der Ziele der Mittelrhein Riesling Charta. Bernhard Praß, Vorsitzender der Riesling-Charta führte hierzu aus: „Mit jeder verkauften Flasche Charta-Wein wird ein fester Betrag in den Charta-Fonds abgeführt. Die Verkaufserlöse, die zu einem festen Anteil eingezahlt werden, werden von der Riesling-Charta jetzt mit diesem Workcamp für den Erhalt der Kulturlandschaft eingesetzt. Die Initiative wird damit zur Entwicklung des Standorts und zum Erhalt der einzigartigen Kulturlandschaft beitragen.“ Für fachkundige Unterstützung im Gelände sorgt dabei der ortsansässige Winzer und neue Präsident des Weinbauverbandes Mittelrhein Heinz-Uwe Fetz aus Dörscheid.

Organisation durch den Zweckverband

Der Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal hat die Organisation des Jugendworkcamps übernommen, und steht damit in Tradition der UNESCO, die mit der Freiwilligenarbeit Ziele der internationalen und regionalen Zusammenarbeit durch das Teilen von Wissen und den Aufbau operativer Partnerschaften verfolgt. So stammt die Idee zum Workcamp beispielsweise aus dem Erfahrungsaustausch mit anderen Welterbestätten in Europa: In der Wachau (Österreich) und in Cinque Terre (Italien), die hierbei auch beratend zur Seite stehen, werden seit einigen Jahren bereits Workcamps durchgeführt. „Die guten Erfahrungen aus der Wachau, Cinque Terre und von FINK e.V. haben dazu geführt, dass der Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal in diesem Jahr zum ersten Mal ein Workcamp veranstaltet.“ so Landrat Bertram Fleck (Rhein-Hunsrück-Kreis), Vorsitzender des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal.

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Wiesen mähen gegen die Verbuschung ehemaliger Weinbergslagen.

Die Unterbringung der Teilnehmer erfolgt im Turner- und Jugendheim auf dem Loreley-Plateau. Die Anreise erfolgt zwar auf eigene Kosten, alle weiteren Kosten für Übernachtung und Verpflegung werden jedoch durch den Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal und die Mittelrhein-Riesling-Charta getragen. „Dank einiger Partner aus der Region können die Kosten recht niedrig gehalten werden“ freut sich Fleck. So ermöglicht beispielsweise das Autohaus Wollschläger in Nastätten eine günstige KFZ-Miete, die Victoria Heil- und Mineralbrunnen GmbH spendiert das „Lahnsteiner RheinSteig Wasser“, das Besucherzentrum, örtliche Gastronomen und natürlich auch die Welterbe-Gastgeber laden zum Mittagessen ein und eine Fahrt mit der Weissen Flotte auf dem Rhein wird von der Köln Düsseldorfer finanziert. „Schließlich sollen die Jugendlichen nicht nur arbeiten, sondern auch die Region kennenlernen und sich gegenseitig austauschen.“ so Fleck.

FINK

Im Mittelrheintal gab es in der Vergangenheit bereits Workcamps durch die FörderInitiative Natur- und Kulturlandschaft Loreley/Mittelrhein e.V. (kurz FINK e.V.). FINK ist auch bei diesem Workcamp Kooperationspartner. Der Vorsitzende Werner Sopp wurde eigens für das Workcamp von seinem Arbeitgeber (Landesbetrieb Mobilität) für die Betreuung freigestellt.

Bis auf die Wochenenden wird täglich fünf bis sechs Stunden gearbeitet. Die ökologisch wertvollen Wiesen und aufgegebenen Weinberge werden gemäht sowie in Kamp-Bornhofen am Naturlehrpfad eine kleine Trockenmauer aufgebaut. Unterstützung enthält das Workcamp neben weiteren Mitgliedern von FINK e.V. auch durch den Biotopbetreuer Martin Unfricht, den Naturschutzbeauftragten der Gemeinde Filsen Dietmar Runkel sowie den Winzer Helge Ehmann. Im Hintergrund wird das Workcamp durch die Freiwilligenorganisation Service Civil International begleitet.

Gemeinsam mit vielen Helfern kann durch das Workcamp damit ein Beitrag zum Landschaftserhalt im UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal geleistet werden.

Informationen: Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal, Nico Melchior, Wellmicher Straße 25, 56346 St.Goarshausen, Tel: 06771-9599 104, E-Mail: info@welterbe-oberes-mittelrheintal.de, www.welterbe-mittelrhein.de




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Autor(in)

Annette Klemm
Romantischer Rhein Tourismus GmbH