24. Juni 2014

Tourismus verzeichnet bis April Gäste- und Übernachtungsplus

Der rheinland-pfälzische Tourismus verzeichnete in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres ein Gäste- und Übernachtungsplus. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems übernachteten in dieser Zeit zwei Millionen Gäste im Land. Das waren 4,6 Prozent mehr als in den ersten vier Monaten des Jahres 2013. Die Besucher blieben im Durchschnitt fast 2,6 Tage und buchten nahezu 5,2 Millionen Übernachtungen. Das waren 2,9 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Tourismusregionen

Sechs der neun Regionen verzeichneten Zuwächse beim Gäste- und Übernachtungsaufkommen. Lediglich im Naheland und im Hunsrück waren beide Werte rückläufig. Dagegen stiegen in Rheinhessen die Gästezahlen an, während die Übernachtungen zurückgingen.

Betriebsarten

Das mit Abstand höchste Plus registrierten die Camping- und Reisemobilplätze, die ihr Gäste- und Übernachtungsaufkommen in den ersten vier Monaten um 43 bzw. 54 Prozent steigern konnten. Allerdings hatte diese Betriebsart – insbesondere wohl aufgrund der kühlen Witterung – im Vorjahr auch Rückgänge im zweistelligen Prozentbereich verbucht (Gäste: minus 19 Prozent; Übernachtungen: minus 23 Prozent). Das zweithöchste Gäste- und Übernachtungsplus verzeichneten die Kleinbetriebe. Erholungs-, Ferien- und Schulungsheime hatten rückläufige Gäste- und Übernachtungszahlen zu verkraften.

Herkunft

Mehr als 1,6 Millionen Übernachtungsgäste aus Deutschland besuchten Rheinland-Pfalz. Das waren 5,4 Prozent mehr als im Zeitraum Januar bis April 2013. Die Zahl ihrer Übernachtungen stieg um 2,8 Prozent auf fast 4,2 Millionen. Dazu kamen 390.000 Gäste (plus 1,4 Prozent) aus dem Ausland, die zusammen 994.000 Übernachtungen buchten (plus 3,1 Prozent).

Unter den Auslandsgästen bilden die Niederländerinnen und Niederländer traditionell die mit Abstand größte Gruppe. Sie buchten von Januar bis April 354.000 Übernachtungen. Das waren elf Prozent mehr als im Vorjahr. Auf Rang zwei folgten Besucher und Besucherinnen aus Belgien mit 189.000 Übernachtungen (plus 3,9 Prozent), an dritter Stelle die Gäste aus den USA mit 81.000 Übernachtungen (minus 8,3 Prozent).

Die Ergebnisse basieren auf der monatlichen Befragung aller Beherbergungsbetriebe mit zehn und mehr Fremdenbetten, der Camping- und Reisemobilplätze mit zehn und mehr Stellplätzen sowie der Kleinbetriebe in Städten und Gemeinden mit einem Prädikat als Heilbad, Luftkurort, Erholungsort oder Fremdenverkehrsort.

Autor: Wolfgang Ellermeyer (Referat Unternehmensstatistiken)

Gäste und Übernachtungen1 in Rheinland-Pfalz von Januar bis April 2014

Tourismusregion
Betriebsart

Gäste

Übernachtungen

Januar bis April 2014

Ver-
änderung
gegenüber
Januar bis April 2013

Januar bis April 2014

Ver-
änderung
gegenüber
Januar bis April 2013

Anzahl

%

Anzahl

%

Insgesamt

2.002.038

4,6

5.178.673

2,9

aus Deutschland

1.610.783

5,4

4.182.863

2,8

aus dem Ausland

390.505

1,4

994.062

3,1

nach Tourismusregionen

Ahr

115.341

3,8

321.262

2,4

Eifel

227.100

6,2

756.625

2,9

Hunsrück

65.293

-9,5

165.027

-6,1

Mosel-Saar

378.671

8,1

1.095.501

7,1

Naheland

102.818

-2,2

382.998

-5,6

Pfalz

474.654

5,4

1.102.630

3,3

Rheinhessen

247.468

1,8

411.789

-1,2

Rheintal

239.037

8,5

510.645

9,3

Westerwald-Lahn

151.656

2,4

432.196

1,4

nach Betriebsarten

Camping- und Reisemobilplätze

82.378

43,0

224.388

53,7

Privatquartiere2

140.475

16,2

497.503

5,5

Ferienzentren

117.473

6,0

493.256

4,7

Hotels garnis

126.733

3,4

250.493

4,1

Pensionen

62.936

7,4

167.475

3,5

Hotels

1.104.644

2,5

2.026.705

2,4

Gasthöfe

51.247

4,8

117.161

1,1

Jugendherbergen, Hütten u. Ä.

129.178

0,4

274.924

-0,4

darunter: Jugendherbergen

108.170

2,9

224.593

1,5

Ferienhäuser, Ferienwohnungen

34.394

2,8

126.554

-2,0

Vorsorge- und Rehabilitationskliniken

32.187

1,8

673.149

-2,7

Erholungs-, Ferien-, Schulungsheime

120.393

-2,4

327.065

-5,9

1 Vorläufiges Ergebnis. – 2 Neben Privatquartieren mit weniger als 10 Betten sind hier auch gewerbliche Kleinbetriebe mit weniger als 10 Betten berücksichtigt.




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