14. Mai 2014

2. Gesundheitstourismus-Kongress – Innovation im Gesundheitstourismus

Am 04. Juli 2014 richtet die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen-Geislingen den 2. Gesundheitstourismus-Kongress aus. Die Veranstaltung steht unter dem Titel: „Innovationen im Gesundheitstourismus“. Zwischen 10 und 17 Uhr wird den Teilnehmern in insgesamt vier Vorträgen ein Marktüberblick geboten sowie die Entstehung und Vermarktung von innovativen Angeboten vorgestellt. Darüber hinaus bietet der Kongress die Chance zukünftige Fachkräfte kennenzulernen oder interessante Forschungs- und Innovationsprojekte voranzutreiben. Die Teilnahme am Kongress ist kostenfrei. Das Programm und nähere Informationen zur Anmeldung finden Sie im Flyer des 2. Gesundheitstourismus-Kongress.

Auf dem ersten Gesundheitstourismuskongress im Jahr 2012 wurde die vorherrschende Angebotsstruktur kritisiert. Der Großteil der Angebote richte sich an Patienten und nicht an Urlauber. Diese indikationsorientierten Angebote verfehlen die Zielgruppe der Gesundheitstouristen. Das Ergebnis der Analysen des ersten Kongresses: die Hälfte der potentiellen Nachfrager wird mit dem Angebot nicht erreicht. Der zweite Gesundheitstourismus-Kongress stellt Möglichkeiten vor, durch innovative Produktentwicklung die bestehende Angebotsstruktur zu optimieren.


 

1. Gesundheitstourismus-Kongress

Der 1. Gesundheitstourismus-Kongress im November 2012 stand unter dem Titel: „Entdecken Sie den neuen Markt“. Die dort vorgestellten Studienergebnisse zeigen: „Gesundheitstouristische Angebote treffen zu selten die Bedürfnisse der Zielgruppe“.

Der Gesundheitstourist will nicht als Patient wahrgenommen werden. Zu diesem Ergebnis kommt die tiefenpsychologischen Typisierung der Gesundheitstouristen durch den Diplom-Psychologen Michael Schütz. Der Großteil der Gesundheitstouristen gehört zu der Gruppe der Selbstzahler. Ein Gesundheitsurlaub kostet die Selbstzahler nicht nur Urlaubstage, sondern auch Geld. Deswegen ist die Bereitschaft den Urlaub in Krankenhausatmosphäre zu verbringen gering. An den Urlaub wird die Erwartung gestellt, dass dieser das Gegenteil zum Alltag darstellt. Demnach werden Arztbesuche und ein straffer Terminkalender klar abgelehnt. Urlauber fühlen sich von solchen indikationsorientierten Angeboten nicht angesprochen. Sie haben ein eigenes Verständnis von Gesundheitstourismus. Potentielle Nachfrager beschreiben Freiheit, Sinnlichkeit und Natürlichkeit als charakteristisch für einem Gesundheitsurlaub. Dies zeigt eine Befragung von Dipl.-Psych. Schütz. Der klassische Gesundheitsurlaub ist hingegen negativ belastet. Nur “Rentner” und “kranke Leute” würden einen solch altmodisch oder gar genussfeindlichen Urlaub machen, so die Befragten.

Prof. Dr. Blumenstock und Dr. Hürten haben auf Grund dieser neuen Typologie der Gesundheitstouristen eine Bestandsanalyse des Angebots durchgeführt. Diese Analyse bestätigt: „Die oftmals gezeigte ‚Ärzteschar‘ macht mehr Angst als Lust!“. Die derzeitigen Anzeigen vermitteln zu wenig Attraktivität. Anstatt dessen werden Themen in den Mittelpunkt gestellt mit denen sich ein zahlender Gesundheitstourist im Urlaub nicht auseinandersetzen will. Das Ergebnis der Bestandsanalyse: Insgesamt entspricht die Hälfte der Angebote nicht den Erwartungen der Nachfrage. Deswegen bedarf es einer Ausweitung an Nachfrageorientierten Angeboten im Gesundheitstourismus.

In einem letzten Vortrag wagten Frau Heimann und Herr Dr. Hürten einen Blick in die Zukunft: „Innovative gesundheitstouristische Angebote und weitere Projektforschung“. Sie präsentierten eine Möglichkeit der Angebotsentwicklung anhand von Customer Insights. Die Botschaft dabei lautet: „Der Wurm muss dem Fisch schmecken nicht dem Angler!“. Sie beschreiben eine Methode der initialen Angebotsentwicklung anhand von Kreativworkshops.

 

Weitere Informationen finden Sie unter:

2. Gesundheitstourismus Kongress Flyer (207.0 KiB)

http://www.trendscope.com/nachlese-gesundheitstourismus-kongress/

http://gesundheitstourismus-kongress.de/?page_id=25




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Jeanette Dornbusch
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