9. Dezember 2013

Guter Sommer für die Campingwirtschaft

Das landesweite Campinggewerbe kann zufrieden auf das Sommergeschäft 2013 zurückblicken: Nahezu jedes zweite Unternehmen freut sich über eine gute Geschäftslage. Das ergibt die aktuelle Saisonumfrage der Industrie- und Handelskammern Rheinland-Pfalz. Im Vergleich zum Vorjahr teilen damit rund zehn Prozent mehr diese positive Selbsteinschätzung (2012: 38 Prozent). Ein weiteres Drittel berichtet zumindest von einem stabilen Saisonverlauf. Trotz der positiven Bewertung der Geschäftslage schätzen nur 73 Prozent der Unternehmer, dass ihr Umsatz in der zurückliegenden Saison „gestiegen“ (27 Prozent) oder „gleichgeblieben“ (46 Prozent“) ist. 2012 vermeldeten 50 Prozent eine Umsatzsteigerung beziehungsweise ein Drittel gleichbleibende Zahlen. Trotzdem ist die Stellplatzauslastung laut Auskunft der Betriebe um fünf Prozentpunkte auf knapp 62 Prozent gestiegen. Damit steigt die durchschnittliche Auslastung seit 2009 (45 Prozent) kontinuierlich an.

Für die Wintersaison rechnen zwei Drittel der rheinland-pfälzischen Campingbetriebe mit einer gleichbleibenden Entwicklung ihrer Geschäftslage. Immerhin noch 17 Prozent gehen von einem positiven Trend aus. So beträgt der Geschäftsklimaindex, der die aktuelle und künftige Geschäftslage zusammenfasst, derzeit 113,1 Punkte (2012: 118,6 Punkte). Dementsprechend kündigen drei Viertel der Befragten an, ihre Preise auf einem stabilen Niveau halten zu wollen. 21 Prozent planen jedoch konkrete Preissteigerungen. Der vorsichtige Optimismus wirkt sich allerdings nur in Teilen auf die Investitionsbereitschaft innerhalb der Campingwirtschaft aus. Erfreulicherweise möchten in der Summe mehr als die Hälfte der Befragten entweder mehr oder zumindest genauso viel wie im Vorjahr in ihr Unternehmen investieren. Der Fokus liegt dabei in erster Linie klar auf Modernisierungsmaßnahmen (88 Prozent). Jedoch wird verstärkt auch für Produktinnovationen (47 Prozent) und den Umweltschutz (41 Prozent) Geld in die Hand genommen. Dies ist ein klares Indiz dafür, dass dem allgemeinen Trend entsprechend auch im Bereich Camping die Ansprüche der Gäste zunehmend steigen – Qualität spielt auf ganzer Linie eine immer größere Rolle.

Besonderes Augenmerk wurde in der aktuellen Saisonumfrage dem Sonderthema „Fachkräftemangel im Tourismus“ gewidmet. Der laufende Strukturwandel, verbunden mit der in den kommenden Jahren wachsenden Problematik der ungeklärten Unternehmensnachfolge, wird die Defizite noch weiter verschärfen. Eine Entwicklung, die auch das Campingsegment nicht aussparen wird. So berichtet schon jetzt rund ein Viertel der Befragten von Schwierigkeiten bei der Suche nach passenden Fachkräften. Um dem entgegenzuwirken, plant jedes zweite der befragten Unternehmen, mehr ältere Mitarbeiter einzustellen. Mehr als ein Drittel sieht zur Lösung des Problems die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Gewinnung von Fachkräften aus dem Ausland. Ebenfalls als personalpolitische Maßnahme vorne mit dabei ist die Steigerung der Attraktivität des Arbeitgebers.

Nähere Infos erhalten Sie unter www.ihk-trier.de




Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kategorien

Autor(in)

Andrea Frede
IHK Trier

IHK ARGE