22. November 2013

Tourismus-Saisonumfrage der IHK Trier: Sommer 2013

Stimmung in der Tourismusbranche erholt sich langsam

Nach dem verhaltenen Start ins Frühjahr sind die  Sommermonate für das Gastgewerbe der Region Trier durchaus positiv verlaufen. Das geht aus der aktuellen Saisonumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier hervor, bei der rund 100 Betriebe über ihre aktuelle Geschäftslage und die Erwartungen für die kommenden Monate Auskunft gegeben haben.

Knapp 81 Prozent der befragten Unternehmen bewerten die Geschäftslage der zurückliegenden Sommersaison als „gut“ (46 Prozent) oder „befriedigend“ (35 Prozent). „Besonders im Bereich Beherbergung ist der positive Trend spürbar“, berichtet Andrea Frede, Tourismusexpertin der IHK Trier. Dieser Eindruck decke sich mit den Ergebnissen der rheinland-pfälzischen Statistik, die im Jahresverlauf für die Region zumindest bis September 2013 kontinuierlich leicht steigende Übernachtungszahlen vermelde. Knapp zwei Drittel der Befragten schätzen, dass ihr Umsatz gestiegen (36 Prozent) oder zumindest gleich geblieben (29 Prozent) ist. Mit einer Auslastungsquote von 60,5 Prozent liegt die Region Trier drei Prozentpunkte über dem Landesschnitt.

Mit Blick auf das Winterhalbjahr 2013/2014 ist der Optimismus allerdings sehr verhalten. Jeder zweite Betrieb ist zwar davon überzeugt, dass die Situation gleich gut bleiben wird. Ein Viertel der Befragten rechnet jedoch für die anstehenden Wintermonate mit Umsatzeinbußen. „Das wirkt sich auch auf die Investitionsbereitschaft aus“, sagt Frede. „Die Mehrheit der befragten Unternehmen will in der kommenden Saison entweder weniger oder überhaupt keine Investitionen tätigen.“

Die aktuelle Saisonumfrage hat außerdem das Thema Fachkräfte genauer unter die Lupe genommen. Demnach hat in der Region Trier bereits jedes dritte Unternehmen heute Probleme, offene Stellen längerfristig zu besetzen. Diesem Fachkräfteengpass wollen die Betriebe beispielsweise mit der Gewinnung von Fachkräften aus dem Ausland (48 Prozent) und  einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf (36 Prozent) begegnen. 35 Prozent planen, ältere Mitarbeiter zu beschäftigen. Aber auch das Zurückfahren der Kapazitäten (43 Prozent) und die Mehrarbeit der vorhandenen Mitarbeiter (58 Prozent) werden in Betracht gezogen, um dem Personaldefizit zu begegnen (Mehrfachnennungen waren möglich).

Weitere Infos: www.ihk-trier.de




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