8. November 2013

Regionalität ist Welterbe-Gastgebern wichtig

Der Holzapfel ist in diesem Jahr „Baum des Jahres“. Einige Welterbe-Gastgeber, die großen Wert auf regionale Bezüge in ihrer Küche legen, widmen in diesem Herbst dem Holzapfel einen besonderen Platz auf ihren Speisekarten. Auf Initiative des Forstamtes Boppard und des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal werden die Welterbegastgeber mit den ungewöhnlichen Früchten aus dem Bopparder Stadtwald für ihren Speiseplan versorgt. Da der Holzapfel nur gekocht schmeckt, waren die Köche gefordert, und entwickelten Köstlichkeiten, wie sie jüngst bei einer Verkostung und Waldbegehung von Ulrike Höfgen, Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz im Bopparder Wald unter Beweis stellen konnten.

So kann beispielsweise das Weinhotel Landsknecht aus St. Goar „Steak vom Hirschrücken mit Steinpilzen, Holzapfel-Rosmarienrauten und geräuchertem schwarzen Salz“ anbieten, während der Eiserne Ritter aus Boppard mit einer „Trilogie vom Wildapfel“ aufwartet. Bei der Beschreibung „Geräucherte Bauernente mit Wildapfel-Meerrettichschaum an Rote Bete-Wildapfelsalat mit Weilerer Honig und Quinoa mit Wildapfel“ sowie „Rote Bete-Holzapfelsalat mit Weilerer Honig“ wird die Entdeckungslust geweckt. Auch die Weihnachtsgans wird beim Eisernen Ritter in diesem Jahr mit Holzapfel serviert: Die Gänse kommen frisch von der Laubacher Wiese, vom Bauernhof Oliver Müller, und so werden Gänsekeule und Gänsebrust auf Weilerer Holzapfeljus mit Zimtblüten oder alternativ mit leckeren Ingwerrotkohl, Rosenkohl in Speck-Zwiebeln, Kastanien einen gebratenen Kaiser-Wilhelm-Apfel aus der Rheinbayer Flur, Kartoffelpralinen und Kartoffelklöße kredenzt.

Stübers Restaurant im Rhein Hotel Bacharach hat den Holzapfel gleich in das 3-5-gängige „Welterbe-Menü“ integriert. So gibt es nach dem Welterbegruß mit Crème brûlée vom Hinkelsdreck eine Saltimbocca vom Wolfsbarsch mit Rehschinken und Salbei, dazu Holzapfelmeerrettich. Darauf folgt eine Samtsuppe von Äpfeln und Kastanien mit gebratenen Äpfeln und Zimthaube sowie Dreierlei vom Milchzicklein à la Victor Hugo oder Rumpsteak vom Bacharacher Hirsch. Den Schluss bildet schließlich ein Sorbet vom Holzapfel.

Das Forstamt Boppard unter Leitung von Gerhard Loskant kümmert sich bereits seit zwei Jahrzehnten um den Erhalt seltener heimischer Wildobstbaumarten. So konnten die Welterbe-Gastgeber bereits vor zwei Jahren die Elsbeere in ihren Restaurants anbieten.

http://welterbe-gastgeber.welterbe-mittelrhein.de/

 




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Autor(in)

Annette Klemm
Romantischer Rhein Tourismus GmbH