29. Januar 2013

Deutscher ReiseVerband (DRV): „Tourismusperspektiven in ländlichen Räumen“

Der Deutsche ReiseVerband (DRV) hat auf dem Abschlusskongress „Tourismusperspektiven in ländlichen Räumen“ am 21. Januar 2013 in Berlin Erfolgsfaktoren und Schlüsselstrategien für die Tourismusentwicklung ländlicher Räume vorgestellt. Die Regionen und ländlichen Räume in Deutschland gewinnen als Urlaubs- und Ausflugsziel verstärkt an Attraktivität – dabei sind Natur und Aktivitäten genauso gefragt wie ländliche Kultur, Nachhaltigkeit und der Urlaub auf dem Bauernhof. Doch welche Chancen und Wachstumspotenziale gibt es? Auf dem Kongress parallel zur Grünen Woche wurden Trends erörtert und Erfolgsbeispiele aus der Praxis vorgestellt, die Ansätze zum Umgang mit wichtigen Herausforderungen und Hemmnissen illustrieren. Ein gedruckter Praxis-Leitfaden bietet Anbietern, öffentlichem Tourismusmarketing, Reisebranche sowie Politik und Verwaltung in zehn übergreifenden Handlungsfeldern Impulse für die eigene touristische Arbeit.

Im Rahmen des Projekts „Tourismusperspektiven in ländlichen Räumen“ hat der DRV im Auftrag des Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) Zusammenhänge im Tourismus ländlicher Räume systematisch analysiert, Trends und Nachfragepotenziale ermittelt, angebotssegmentübergreifende Handlungsfelder mit Relevanz für alle Beteiligten benannt sowie Strategien und Handlungsempfehlungen abgeleitet. Die Ergebnisse des Projektes sollen insbesondere für Regionen, die über entsprechendes Potential verfügen, aber bislang noch nicht genutzt haben, als Anregungen dienen. Den sich daraus ergebenen Chancen für die künftige Ausrichtung des Geschäfts stehen jedoch auch große Herausforderungen gegenüber: So muss die Angebotsqualität und der Erlebnischarakter erweitert werden, es gilt Organisationsstrukturen zu optimieren, Fachkräfte zu halten und neue Wege im Vertrieb zu gehen. „Als Fachverband der etablierten Reisebranche ist es uns dabei besonders wichtig, auch und gerade für kleinere Anbieter Perspektiven aufzuzeigen, wie das oftmals bereits hervorragende Angebot künftig noch besser und effizienter an den Kunden gebracht werden kann“, betonte DRV-Präsident Jürgen Büchy bei der Vorstellung der Ergebnisse.

Der vorgestellte Leitfaden fasst die Strategien und Erfolgsfaktoren in kompakter Form zusammen. Er steht zum Herunterladen unter www.tourismus-fuers-land.de und beim Bundeswirtschaftsministerium unter www.bmwi.de zur Verfügung. Zehn vertiefende Kurzreports zu den Handlungsfeldern mit Checklisten stehen ab Mitte Februar 2013 ebenfalls als Downloads bereit.

Die „Tourismusperspektiven in ländlichen Räumen“ wurden vom BMWi 2011 initiiert und finanziell gefördert. Wichtige Prämisse war dabei der unbedingte Bezug der Projekterarbeitung zur Praxis. Über ein Jahr lang wurden von einem Expertenteam mehr als 450 Praxisbeispiele nach Erfolgs- aber auch Misserfolgsfaktoren untersucht, Akteure interviewt, in ländlichen Räumen direkt recherchiert, in einem Projektbeirat diskutiert und einem Steuerungsgremium beraten. Aus deren Erkenntnissen wurden schließlich praxisnahe Handlungsempfehlungen und Checklisten entwickelt, die neue Chancen für den Tourismus in ländlichen Räumen eröffnen können und sollen. Dabei wurden umfassend Markttrends, Marketingaktivitäten und Vertriebsoptionen unter die Lupe genommen sowie Zielgruppentypen nach ihren Bedürfnissen und Wünschen definiert. Aber auch regional- und kommunalpolitische Strukturen untersuchte die Projektgruppe nach besonderen Beschleunigungs- oder Bremseffekten.

Wegweisende Beispiele, unkonventionelle Strategien und überraschende Neuheiten wurden aufgespürt. Auf bundesweit vier Regionalkonferenzen im Oktober 2012 wurden besonders zukunftsweisende Best-Practice Beispiele vorgestellt und diskutiert. Alle Ergebnisse wurden nun zu einem Leitfaden und zehn Handlungsfeld-Reports inkl. Checklisten für die tägliche Arbeit der Anbieter, Vermarkter und ihrer öffentlichen Partner verarbeitet.

Im Leitfaden vorgestellte Best-Pracitce Beispiele aus Rheinland-Pfalz:

  • Schlüsselstrategie Thematische Programmmarken, z. B. mit Infrastrukturbezug: Traumpfade Rhein-Mosel-Eifel-Land
  • Vertikale Aufgabenverteilung: Eifel Tourismus GmbH
  • Handlungsfeld Barrierefreiheit: Rheinland-Pfalz – Barrierefreies WeinReich

(Quelle: Pressemeldung Deutscher ReiseVerband e.V. (DRV))




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