24. Januar 2013

Rückblick “Tourismuscamp 2013” in Eichstätt

Bereits zum 6. Mal fand vom 18.-20. Januar 2013 das „Tourismuscamp“ TC13 in Eichstätt statt. Etwa 120 Barcamper (Destinationen, Blogger, Agenturen, Reiseportale, Forschung/Wissenschaft…) haben sich an diesem Wochenende mit den verschiedensten Themen auseinandergesetzt, diskutiert, informiert, ausgetauscht.

Die Form des „Barcamps“ (= „Unkonferenz“) bringt es mit sich, dass die Themen der einzelnen Sessions, – es laufen beim Tourismuscamp drei Sessions parallel und dauern maximal 45 Minuten –  erst einmal gemeinsam entwickelt werden, nachdem sich jeder der 120 Barcamper mit drei Schlagworten vorgestellt hat.

Vorstellungsrunde

Vorstellungsrunde

Jeder Teilnehmer (gerne auch die, welche zum ersten Mal am Barcamp teilnehmen) kann ein Thema einer Session vorschlagen und diese halten.  So hat die RPT GmbH auch in der Vergangenheit die Plattformen der Barcamps genutzt, um z.B. die Social Media-Strategie Rheinland-Pfalz oder das Tourismusnetzwerk vorzustellen und zu diskutieren.

Das Ergebnis des Sessionplanes ist durchaus so, dass für einen Barcamper interessante Themen auch parallel angeboten werden. Nun gilt es, sich für ein Thema zu entscheiden – oder zwischen den Sessions zu wechseln.

Sessionplanung

Sessionplanung

Die Chance, dennoch die Themen und Inhalte der zwei anderen Session verfolgen zu können, ist gegeben: per #tc13 verfolgen wir auf der Twitterwall die Kommentare u.a. aus den anderen Sessions bzw. wird in einem Raum die gesamte Session per livestream aufgezeichnet und ist für alle auch noch im Nachgang zu sehen.
Zu verschiedenen Sessions sind stichwortartig die Ergebnisse und Diskussionspunkte festgehalten und können hier eingesehen und nachverfolgt werden.

 

Session: Bloggerrelation

In der Session „Bloggerrelation“ wurde sich u.a. darüber ausgetauscht, welche Anforderungen jeder Partner (Blogger, Destination z.B.) hat.

  • Wie spricht man Blogger am besten an?
  • Ist es sinnig, einen Wanderblogger  zu einer Segeltour-Bloggerreise einzuladen?
  • Hat man sich mit dem Reiseblogger “auseinandergesetzt” und ist mit ihm in Kontakt getreten, bevor man ihn in seinen (Presse-)Verteiler mit aufgenommen hat?
  • Hat man bei der Planung einer Bloggerreise ausreichend Zeitfenster frei gehalten für das Posten, Bloggen, Twittern und ist an Internetzugang gedacht?
  • Haben die Blogger Mediarelations auf ihren Seiten eingebunden, so dass die Destination sich orientieren kann nach Reichweite etc. des Blogs?
    Was in ein Media-Kit der Reiseblogger gehört, hat vor einigen Tagen bereits Kristine Honig in ihrem Blog beschrieben.

Damit wir in weiterem Austausch mit verschiedenen deutschsprachigen Reisebloggern bleiben können, freuen wir uns auf das Reisebloggertreffen am Rheinland-Pfalz-Stand auf der ITB in Berlin, zu dem sich in den letzten beiden Wochen bereits 30 Reiseblogger angemeldet haben.

 

Session: Social Media und Recht

Eine Session zum Thema „Social Media und Recht“ durfte nicht fehlen. Das Urheberrechtsgesetz aus dem Jahre 1965 gilt unverändert bis heute auch für das Internet, für welches in den 60er Jahren erst mal nur die Grundlagen entwickelt wurden und sich dieses “Internet” bis heute enorm weiterentwickelt hat und eine völlig andere Architektur und Anforderungen aufweist.
Beim Tourismuscamp habe ich u.a. gelernt, dass die Beleuchtung des Eiffelturms urheberrechtlich geschützt ist und somit Fotos des Eiffelturms bei Nacht nicht kommerziell genutzt werden dürfen und dass bei Kinderfotos beide Elternteile gefragt werden müssen und man deren Einwilligung am besten auch schriftlich hat.
Nun steht der Eiffelturm nicht in Rheinland-Pfalz – aber man wird sensibilisiert für Dinge, an die man bei weitem nicht gedacht hat und lenkt den Blick auf die eigene Arbeit und Aktivitäten.

 

Session: Digitales Kommunikationsverhalten von Urlaubern

Interessant waren auch die Ergebnisse zum Urlaubs-Informationsverhalten: Die Österreich Werbung hat hierzu 5000 Urlauber in Österreich und Deutschland befragt, die in 2012 mindestens eine 5-tägige Reise unternommen haben und die Barcamper an den Ergebnissen teilhaben lassen.  U.a. diskutiert wurde die Frage, ob und wie man denn die (neue) Phase der „VORFREUDE“ nach der Buchung  in der Customer Journey berücksichtigen und einbinden könnte.

 

Session: Servicedesign

Haben Sie schon von der Boom-wow-wow-wow-Boom-Strategie gehört?  In der Session zu „Servicedesign in der Praxis“ erfuhren wir mehr von dieser Dramaturgie und lernten über Rollenspiele, die Phasen vor, während und nach einer Serviceleistung genauer zu betrachten, mit dem Ziel, die wirklichen Bedürfnisse unserer Gäste in Erfahrung bringen und entsprechend agieren zu können.

Foto

 

Session: Crowdfunding (Schwarmfinanzierung)

Wer hat sich schon mit „Crowdfunding“ beschäftigt? Einige der Barcamper schon.
Wie auch die fvw in ihrer Ausgabe vom 18.01. informiert, soll im Februar eine neue Plattform zur Finanzierung von Tourismus- und Freizeitprojekte online gehen, über die private Anleger und Projektplaner zusammenfinden können (Power4Projects.com).

Wo gibt es noch weitere Bürgerstiftungen, die gerade für kleinere Tourismusprojekte zu gewinnen sind, wie es z.B. auch auf der Insel Juist umgesetzt wird.

 

Es war mal wieder ein interessanter, spannender Austausch. Gute Kombination zwischen social media und der guten, alten klassischen Kommunikation.

 

TC13: Alle Themen und Ergebnisse auf einen Blick

Auch ins Fernsehen hat es das Tourismuscamp geschafft

 

Weitere Resümees verschiedener Barcamper zum TC13:

– von Melanie Waldmannstetter, socialarbeiter

– von  Stefanie Dehler, gipfelglück

– von Eva Gaudlitz, Kultur-Technik

– von Julia da Costa, knoefler-journalist

– vom Orga-Team Tourismuszukunft

 

 

 

 




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Autor(in)

Anja Wendling
Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH

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