23. Oktober 2012

Neue Untersuchung zum Campingtourismus in Rheinland-Pfalz

(rpt) Die neue Untersuchung zum Campingtourismus in Rheinland-Pfalz wurde am 23. Oktober im Rahmen einer Sitzung des THV-Arbeitskreises Camping offiziell vorgestellt. Die Studie beschäftigt sich mit der Darstellung des Campingangebotes und der -nachfrage sowie der wirtschaftlichen Bedeutung und des Potenzials des Campingsektors für Rheinland-Pfalz. Die Untersuchung wurde vom Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz in Auftrag gegeben und von der ift Freizeit- und Tourismusberatung GmbH erarbeitet.

Die Studie bescheinigt dem Campingtourismus in Rheinland-Pfalz eine große Bedeutung und gute Zukunftsaussichten. „Das Angebot hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert, bedarf jedoch noch einer weiteren Optimierung“, erläutert Werner Klöckner, der Vorsitzende des Arbeitskreises und Aufsichtsratsvorsitzender der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH sowie Vorsitzender des Tourismus- und Heilbäderverbandes Rheinland-Pfalz e.V. „Eine der wichtigsten Aufgaben des Arbeitskreises ist es nun, aus der Studie Handlungsempfehlungen für die Campingplatzunternehmer abzuleiten.“

Laut Campingstudie sollen zum Beispiel die Themen der Tourismusstrategie 2015 für Rheinland-Pfalz im Campingtourismus ebenso umgesetzt werden wie nachhaltige Trends zu Events und Animation sowie Saisonverlängerung und Weiterentwicklung der festen Mieteinheiten. Die Studie spricht sich auch für eine bessere Verankerung des Qualitätsdenkens in den Campingbetrieben aus, die zum Beispiel über die Teilnahme an den Initiativen ServiceQualität Deutschland oder Ecocamping erreicht werden kann.

Die Notwendigkeit zur Anpassung der rechtlichen Rahmenbedingungen verdeutlicht Günter Becker, Vorsitzender des Verbands der Campingplatzunternehmer Rheinland-Pfalz und Saarland e.V. (VCRS): „Rechtlich sollte sich Rheinland-Pfalz an der Mehrzahl der Bundesländer orientieren. Denn das kommunale Bau- und Planungsrecht bildet die Grundlage dafür, dass ergänzende Unterkunftsangebote geschaffen werden können, die wiederum dazu beitragen, neue Zielgruppen zu erschließen. So sprechen zum Beispiel volleingerichtete Mietzelte, –wohnwagen oder Ferienhäuser auch Wanderer, Radfahrer und Biker an.“

Dem VCRS wird eine Schlüsselrolle in der Organisation der Campingunternehmer und der besseren Vermarktung und Vernetzung des Campingangebotes zugeordnet. Die Studie schlägt dabei zum einen eine Optimierung des VCRS selbst vor, die zum Beispiel über einen Strategie- und Leitbildprozess sowie aktive Mitgliederakquisition erfolgen kann. Zum anderen werden mögliche Maßnahmen wie Schulungen zur Verbesserung der Servicequalität auf den Campingplätzen selbst und die Umsetzung von Themen der rheinland-pfälzischen Tourismusstrategie und Social-Media-Strategie vorgeschlagen.

Der Arbeitskreis Camping widmet sich besonders der besseren Vernetzung der touristischen Regionen und ihrer Akteure mit der Campingwirtschaft. Gemeinsam werden die Ergebnisse der Campingstudie auf die Möglichkeiten zur Umsetzung geprüft und Handlungsempfehlungen abgeleitet.

Die Untersuchung zum Campingtourismus in Rheinland-Pfalz gibt es zum Herunterladen unter http://tourismusnetzwerk.info/campingtourismus-rlp




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Anja Wendling
Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH

Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau
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