1. Oktober 2012

Von wegen staubtrocken! Römische Geschichte spannend und unterhaltsam wie noch nie

Dass römische Geschichte richtig Spaß machen kann, hat eine Fachtagung für Pädagogen „auf den Straßen der Römer“ am vergangenen Mittwoch im Rheinischen Landesmuseum in Trier unter Beweis gestellt.

Römische Einrichtungen präsentierten praxisnah ihre museumspädagogischen Angebote, und rund 80 Pädagogen und Mitarbeiter aus Kita, Schulen sowie außerschulischen Lernorten konnten im Rahmen von Workshops selbst ausprobieren, wie man sich spielerisch und kreativ mit der Vergangenheit auseinandersetzt. Sogar Gäste aus Belgien, Bayern und dem Ruhrgebiet waren angereist, um sich zu informieren.
Die mobile spielaktion e.V. beispielsweise brachte einen prall gefüllten „Römerkoffer“ mit allen möglichen Utensilien römischen Lebens mit, von der Schreibfeder bis zur Klobürste, und präsentierte Theater- und Spielpädagogik als Methoden lebendigen historischen Lernens. Gästeführerin Evi Zarth, „Druidin“ vom Keltischen Ringwall in Nonnweiler-Otzenhausen, ließ die Teilnehmer ihres Workshops als Treverer und Mediomatiker im spielerischen Wettstreit gegeneinander antreten. Kreativ ging es in der römischen Töpferwerkstatt des Europäischen Kulturparks Bliesbruck-Reinheim zu, und ein „römischer Patrizier“ der Tourist Information Trier nahm seine Gäste mit auf eine historische Stadtführung. „Sterben auf Römisch“ war das Workshop-Thema des Landesmuseums Koblenz, das mit seinem eigens für den schulischen Bereich konzipierten „Museum auf Rädern“ angereist war. Wie man mit Tieren der Antike Vorschulkinder an Geschichte heranführen kann, zeigten der Archäologiepark Belginum und QuerWeltein, Gesellschaft für regionale Kultur- und Umweltbildung Trier.
Das Rheinische Landesmuseum präsentierte sein breitgefächertes museumspädagogisches Angebot mittels Museumsrundgängen und mit einem Workshop zu den Methoden der Museumspädagogik in der Praxis. Vorträge über das virtuelle „römische“ Bildungsportal im Internet unter www.strassen-der-roemer.eu sowie die museumspädagogischen Angebote an archäologischen Stätten in Luxemburg rundeten das Programm ab. Auf einem begleitenden Info-Markt konnte man sich austauschen und Kontakte knüpfen, was von den Besuchern der Fachtagung rege wahrgenommen wurde. Zum Schluss lud die Tourist-Information Trier noch zu einer Erlebnisführung in die Porta Nigra ein.

Das transnationale Großprojekt „Straßen der Römer“ umfasst rund 100 römische Sehenswürdigkeiten. Über 80 pädagogische Angebote mit hohem Erlebniswert gibt es für Schulklassen aller Altersstufen, Kindergärten und Kindertagesstätten auf den „Straßen der Römer“.

Ausführliche Informationen sind im Internet unter www.strassen-der-roemer.eu zu finden.



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Autor(in)

Christiane Heinen
Mosellandtouristik GmbH

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